Sommer, SGB V § 51 Wegfall ... / 2.2 Prüfung des zuständigen Leistungsträgers der Maßnahme
 

Rz. 4

Grundsätzlich kommen Leistungen der Rehabilitation durch die Krankenkasse in Frage (§§ 40, 41). Allerdings sind die Leistungen der medizinischen Rehabilitation von Seiten der Krankenkassen nachrangig, wenn andere Träger der Sozialversicherung, z. B. Leistungen von einem Rentenversicherungsträger, in Betracht kommen. Handelt es sich um Folgen eines Arbeitsunfalls, kommen Leistungen der Unfallversicherung in Frage. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass im Rahmen der Arbeitsförderung Leistungen zur beruflichen Eingliederung in das Erwerbsleben erbracht werden.

 

Rz. 5

Bei Arbeitnehmern erbringt in der Regel der Rentenversicherungsträger medizinische Leistungen der Rehabilitation, wenn persönliche (medizinische) und versicherungsrechtliche Voraussetzungen erfüllt sind. Hier gilt der Grundsatz Rehabilitation vor Rente – Rehabilitationsleistungen werden grundsätzlich vor Rentenleistungen erbracht. Die medizinischen Voraussetzungen prüft ein Gutachter (z. B. vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen). Liegen nach Prüfung der medizinischen Voraussetzungen aller dings sofort die Voraussetzungen für eine Rente vor (der Versicherte kann nicht vollständig oder teilweise in das Erwerbsleben zurückkehren), wird ggf. der Rehabilitationsantrag in einen Rentenantrag umgewandelt.

Ein Rehabilitationsantrag kann auch nach einer Rehabilitationsmaßnahme in einen Rentenantrag umgewandelt werden, wenn während der Maßnahme festgestellt wurde, dass Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit vorliegt. Deshalb ist eine Aufforderung zum Antrag auf Leistungen der Rehabilitation mittelbar als Rentenantrag zu werten.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.



Meistgelesene beiträge