Schutzmaßnahmen gegen Coronavirusinfektionen

Kurzbeschreibung

Zusammenstellung der speziellen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus, basierend auf dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard, der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel sowie der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des BMAS. Die Checkpunkte können auch für die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung gemäß SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard herangezogen werden.

Checkliste

  Check OK Bemerkungen
1)

Grundlegendes

Das SARS-CoV-2 Virus wird gemäß BioStoffV in die Risikogruppe 3 eingestuft.
 

Es wird vorrangig und mit hoher Ansteckungsrate über luftgetragene Tröpfchen (Aerosole) aus den Atemwegen Infizierter auf weitere Personen übertragen.

Als Eintrittspforten gelten exponierte Schleimhäute der Empfänger (Mund, Nase, Augen).
  Sofern Tätigkeiten mit besonderem SARS-CoV-2-Infektionsrisiko (z. B. Tätigkeiten im Gesundheits- und Pflegebereich, insbesondere im Zusammenhang mit mit SARS-CoV-2 infizierten Personen oder Tätigkeiten in Laboratorien) durchgeführt werden, ist eine Gefährdungsbeurteilung gemäß BioStoffV durchzuführen.    
2)

Maßnahmen zur Kontaktreduzierung im Betrieb

  • Wurde die Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich zusätzlich erforderlicher Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes überprüft und aktualisiert?
  • Wurden alle geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen getroffen, um betriebsbedingte Personenkontakte zu reduzieren?
    Die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen ist auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren.
  • Werden betriebsbedingte Zusammenkünfte mehrerer Personen auf das betriebsnotwendige Minimum reduziert und nach Möglichkeit durch die Verwendung von Informationstechnologie ersetzt?
    Sofern solche betriebsnotwendigen Zusammenkünfte nicht durch Informationstechnologie ersetzt werden können, hat der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen den gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherzustellen, insbesondere durch Lüftungsmaßnahmen und geeignete Abtrennungen zwischen den anwesenden Personen.
  • Hat der Arbeitgeber den Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten angeboten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen?
  • Wird eine Mindestfläche von 10 m2 für jede im Raum befindliche Person nicht unterschritten, sofern die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen erforderlich ist und die auszuführenden Tätigkeiten dies zulassen?
    Lassen die auszuführenden Tätigkeiten dies nicht zu, so hat der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen den gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherzustellen, insbesondere durch Lüftungsmaßnahmen und geeignete Abtrennungen zwischen den anwesenden Personen.
  • Wurden in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten die Beschäftigten in möglichst kleine Arbeitsgruppen eingeteilt?
    Personenkontakte zwischen den einzelnen Arbeitsgruppen im Betriebsablauf sowie Änderungen dieser Einteilung sind auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren.
  • Wurde zeitversetztes Arbeiten ermöglicht, soweit die betrieblichen Gegebenheiten dies zulassen?
   
3)

Arbeitsplatzgestaltung

  • Kann der Schutzabstand von 1,5 m zwischen den Beschäftigten eingehalten werden (bei bestimmten Tätigkeiten mit erhöhtem Aerosolausstoß – z. B. professionellem Singen – können größere Abstände nötig sein)?
  • Wurden Maßnahmen am Arbeitsplatz getroffen, um ein Einhalten des Schutzabstands zu gewährleisten?
  • Wurde die Nutzung von Verkehrswegen (u. a. Treppen, Türen, Aufzüge) so angepasst, dass ein ausreichender Abstand eingehalten werden kann (die Abstände der Stehflächen können z. B. mit Klebeband markiert werden)?
  • Wurden Verkehrswege für Fußgänger (sofern möglich) als Einbahnstraße ausgeführt?
  • Wurden die Arbeitsplätze, an denen der Schutzabstand nicht sicher eingehalten werden kann (und nicht nur einzelne Kurzzeitkontakte auftreten), beispielsweise durch transparente Abtrennungen zusätzlich geschützt?
  • Sind die Abtrennungen ausreichend stabil und werden spitze Ecken und scharfe Kanten vermieden?
  • Unterschreitet der obere Rand der Abtrennungen folgende Höhen nicht?

    • 1,50 m zwischen sitzenden Personen
    • 1,80 m zwischen sitzenden und gegenüberstehenden Personen (z. B. Kunden)
    • 2,00 m zwischen stehenden Personen
  • Wurde bei der Bemessung der Breite der Abtrennung die Breite bzw. Tiefe der Bewegungsfläche der Beschäftigten berücksichtigt?
    Hinweis: Die Abtrennungen sollen links und rechts um einen Seitenaufschlag von 30 cm erweitert werden.
  • Hat die Abtrennung – falls nötig – Öffnungen außerhalb des Atembereichs (z. B. zum Bezahlen bzw. zum Bedienen des Kartenlesegerätes, ggf. auch zur Warenausgabe)?
  • Werden beide Seiten der Abtrennung arbeitstäglich mit einem handelsüblichen Reinigungsmittel gereinigt?
  • Erfolgte eine Umorganisation der Büroräume (z. B. eine räumliche und zeitliche Trennung der Beschäftigten in den einzelnen Räumen)?
  • Können die Schutzabstände auch an Arbeitsplätzen mit Publikumsverkehr und an höher frequentierten Orten eingehalten werden?
  • Tragen die Beschäftigt...

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