Sauer, SGB III § 346 Beitra... / 2.2 Arbeitsentgelt innerhalb der Gleitzone
 

Rz. 5

Abs. 1a greift § 20 Abs. 2 SGB IV und § 344 Abs. 4 auf. In § 20 Abs. 2 SGB IV wird eine Gleitzone definiert, die für das gesamte Sozialgesetzbuch gilt. Die Gleitzone umfasst ein regelmäßiges Arbeitsentgelt von mehr als 450,00 EUR monatlich bis zu höchstens 850,00 EUR monatlich.

 

Rz. 6

Liegt das Arbeitsentgelt innerhalb der Gleitzone, trägt der Arbeitgeber einen Beitrag, wie er sich unabhängig von der Gleitzone nach Abs. 1 errechnet. Das ist die Hälfte von 3,0 % des versicherungspflichtigen Arbeitsentgelts. Abs. 1a Nr. 1 bestimmt deshalb für den Arbeitgeber nichts Besonderes. Die Regelung hat klarstellende Bedeutung für die Verteilung der Beitragslast.

 

Rz. 7

Abs. 1a Nr. 2 bestimmt, dass der Arbeitnehmer den übrigen Beitrag zu tragen hat. Dabei handelt es sich um eine den Arbeitnehmer begünstigende Vorschrift. Durch § 344 Abs. 4 werden die Arbeitsentgelte innerhalb der Gleitzone auf einen geringeren Betrag heruntergerechnet, aus dem der konkrete Beitrag zu berechnen ist. Dadurch hat der Arbeitnehmer eben nicht die Hälfte des Regelbeitrages nach Abs. 1 aus dem Arbeitsentgelt zu tragen.

 

Rz. 8

Die Regelung beruht auf der Neuregelung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. Beim Übergang vom beitragsfreien Arbeitsentgelt von 400,00 EUR bis 31.12.2012 und 450,00 EUR ab 1.1.2013 monatlich auf ein höheres Arbeitsentgelt soll den Arbeitnehmer nicht übergangslos der Abzug des vollen Sozialversicherungsbeitrages treffen. Deshalb bewirkt die Berechnungsformel in der Gleitzone eine um so größere Entlastung von Beiträgen, je näher sich das Arbeitsentgelt der Grenze zur Beitragsfreiheit von 400,00 bzw. 450,00 EUR monatlich nähert und eine umso geringere Beitragsentlastung, je mehr sich das Arbeitsentgelt dem Ende der Gleitzone von 800,00 EUR bis 31.12.2012 bzw. 850,00 EUR ab 1.1.2013 nähert. Ab einem Arbeitsentgelt von mehr als 800,00 EUR bzw. 850,00 EUR muss der Arbeitnehmer den regulären Beitrag aufbringen. Zu Arbeitsentgelten über 400,00 EUR bis 450,00 EUR mtl. in der Zeit vom 1.1.2013 bis 31.12.2014 vgl. § 444.

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