Sachbezüge / 3.2.3 Monatsbezogene Betrachtung

Für die Berechnung der 44-EUR-Grenze ist auf den einzelnen Kalendermonat abzustellen. Die Monatsgrenze darf nicht auf einen Jahresbetrag hochgerechnet werden. Mehrere geldwerte Vorteile, die unter die Kleinbetragsregelung fallen, sind zusammenzurechnen, auch soweit der Arbeitgeber von einzelnen Sachleistungen Lohnsteuer einbehält.

Macht der Arbeitgeber dagegen von der im Einzelfall zulässigen Pauschalbesteuerung Gebrauch, sind diese Sachverhalte mit Blick auf die Aufzeichnungserleichterungen ausgeschlossen. Übersteigt der sich danach ergebende Gesamtwert den Betrag von 44 EUR, unterliegen die einzelnen Sachbezüge insgesamt dem Lohnsteuerabzug.

Keine Aufsummierung nicht ausgenutzter Freigrenzen

Die monatsbezogene Betrachtung führt zwar im Ergebnis dazu, dass geldwerte Vorteile von insgesamt 528 EUR im Kalenderjahr steuerfrei bleiben können. Andererseits bringt sie demjenigen Arbeitnehmer Nachteile, der solche Vorteile nicht laufend, sondern als Einmalzuwendung erhält, etwa ein im Wege der Barlohnumwandlung finanziertes lohnsteuerpflichtiges Jahres-Jobticket anstelle von monatlichen Fahrausweisen.[1] Ein Zusammenrechnen mit solchen Monaten, in denen die 44-EUR-Freigrenze nicht ausgeschöpft wird, ist nicht zulässig.[2]

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