Restaurantscheck

Zusammenfassung

 

Begriff

Mit einem Restaurantscheck ermöglicht der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer außerhalb der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers verbilligt zu essen, z. B. in einem Restaurant. Der geldwerte Vorteil hieraus ist grundsätzlich lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.

 

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Lohnsteuer: Die Lohnsteuerpflicht für Restaurantschecks ergibt sich aus § 8 Abs. 2 Sätze 6 und 7 EStG; § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG regelt die Lohnsteuerpauschalierung mit 25 %. Zur Versteuerung von Restaurantschecks als Barlohn und zur Abgrenzung zum Warengutschein s. FG Düsseldorf, Urteil v. 19.5.2010, 15 K 1185/09 H(L), EFG 2010 S. 2078. Zur lohnsteuerlichen Behandlung von unentgeltlichen oder verbilligten Mahlzeiten der Arbeitnehmer s. BMF, Schreiben v. 16.11.2018, IV C 5 – S 2334/08/10005 - 11.

Sozialversicherung: Die Beitragspflicht des Restaurantschecks als Bestandteil des Arbeitsentgelts in der Sozialversicherung ergibt sich aus § 14 Abs. 1 Satz 1 SGB IV. Die Beitragsfreiheit als Konsequenz der pauschalen Lohnversteuerung ergibt sich aus § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 SvEV.

 

Kurzübersicht

 
Entgelt LSt SV
Restaurantscheck pflichtig pflichtig
Restaurantscheck bis 6,40 EUR (Sachbezugsfreigrenze) pauschal frei

Entgelt

1 Bewertung mit dem Sachbezugswert

Ein Restaurantscheck stellt einen Barzuschuss dar, der grundsätzlich lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig ist. Übersteigt der Verrechnungswert des Restaurantschecks den Wert des Sachbezugs um nicht mehr als 3,10 EUR, kann der geldwerte Vorteil mit dem amtlichen Sachbezugswert für ein Mittag- oder Abendessen bewertet werden (2019: je 3,30 EUR) .

Danach sollte der Verrechnungswert eines Restaurantschecks für 2019 maximal 6,40 EUR betragen (Sachbezugswert 2019: 3,30 EUR + Betrag lt. LStR: 3,10 EUR). Übersteigt der Wert des Restaurantschecks den Grenzbetrag von 6,40 EUR, muss der geldwerte Vorteil mit dem Verrechnungswert des Restaurantschecks bewertet werden.

Weitere Voraussetzungen sind, dass tatsächlich Mahlzeiten abgegeben werden und pro Mahlzeit täglich nur eine "Essenmarke" in Zahlung genommen wird. Außerdem darf der Restaurantscheck nicht an Mitarbeiter ausgegeben werden, die eine Auswärtstätigkeit ausüben.

Anwendung der 44-EUR-Freigrenze

Für die mit dem amtlichen Sachbezugswert bewertete Kantinenmahlzeit kommt die Anwendung der 44-EUR-Freigrenze nicht in Betracht. Ist eine Mahlzeit hingegen mit dem tatsächlichen Preis zu bewerten, ist auf diese Sachbezüge auch die 44-EUR-Freigrenze anwendbar.

2 Lohnsteuerpauschalierung mit 25 %

Der geldwerte Vorteil kann pauschal mit einem Steuersatz von 25 % (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchsteuer) versteuert werden und ist dann beitragsfrei in der Sozialversicherung. Voraussetzung ist, dass die Mahlzeiten nicht als Lohnbestandteile im Arbeitsvertrag vereinbart sind und die Mahlzeit mit dem amtlichen Sachbezugswert zu bewerten ist.

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