Restaurantscheck / Zusammenfassung
 
Begriff

Mit einem Restaurantscheck ermöglicht der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer außerhalb der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers verbilligt zu essen, z. B. in einem Restaurant. Der geldwerte Vorteil hieraus ist grundsätzlich lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Lohnsteuer: Die Einstufung als Sachbezug für Restaurantschecks ergibt sich aus § 8 Abs. 2 Sätze 6 und 7 EStG. § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG regelt die Möglichkeit der Lohnsteuerpauschalierung mit 25 %. Zur Versteuerung von Restaurantschecks als Barlohn und zur Abgrenzung zum Warengutschein s. FG Düsseldorf, Urteil v. 19.5.2010, 15 K 1185/09 H(L). Zur lohnsteuerlichen Behandlung von unentgeltlichen oder verbilligten Mahlzeiten der Arbeitnehmer ab 2021 s. BMF-Schreiben v. 28.12.2020, IV C 5 – S 2334/19/10010 :002. Zur Anwendung des Sachbezugswerts für arbeitstägliche Zuschüsse zu Mahlzeiten, auch in Form von Einzelnachweisen oder sog. "Essenmarken-Apps" s. BMF-Schreiben v. 18.1.2019, IV C 5 - S 2334/08/10006-01, BStBl 2019 I S. 66.

Sozialversicherung: Die Beitragspflicht des Restaurantschecks als Bestandteil des Arbeitsentgelts in der Sozialversicherung ergibt sich aus § 14 Abs. 1 Satz 1 SGB IV. Die Beitragsfreiheit als Konsequenz der pauschalen Lohnversteuerung ergibt sich aus § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 SvEV.

 
Kurzübersicht
 
Entgelt LSt SV
Restaurantscheck pflichtig pflichtig
Restaurantscheck bis 6,57 EUR (i. H. d. Sachbezugswerts von 3,47 EUR) pauschal frei
Restaurantscheck bis 6,57 EUR (Differenz zum Sachbezugswert, max. 3,10 EUR frei frei

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