Reisekostenerstattung durch... / 4.1 Gleiche Kostenarten, neue Regelungen

Der Gesetzgeber hat das bisherige Grundkonzept der einzigen und einheitlichen Reisekostenart "berufliche Auswärtstätigkeit" für sämtliche dienstliche Tätigkeiten außerhalb der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte beibehalten. Es gelten deshalb dieselben Abzugsbeträge, unabhängig davon ob der Arbeitnehmer eine normale Dienstreise unternimmt, ausschließlich als Berufskraftfahrer unterwegs ist oder an wechselnden Einsatzstellen seine Arbeit zu verrichten hat. Der Gesetzgeber hat auf eine (Neu-)Definition der Reisekosten verzichtet. Insoweit bleibt alles beim Alten.

Reisekosten sind

  • Fahrtkosten,
  • Verpflegungsmehraufwendungen,
  • Übernachtungskosten und
  • Reisenebenkosten,

wenn diese durch eine so gut wie ausschließlich beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit des Arbeitnehmers entstehen.

Änderungen innerhalb der einzelnen (Reise-)Kostenarten

Während sich bei den Fahrt- und Unterbringungskosten keine gravierenden Änderungen ergaben, wurde erstmals die Abzugsfähigkeit der Fahrtkosten, Verpflegungskosten sowie der Übernachtungskosten rechtssystematisch zutreffend insgesamt im Bereich der Werbungskostenvorschrift des § 9 EStG gesetzlich verankert. Eine gesetzliche Regelung bestand zuvor nur für den Teilbereich der Verpflegung, die im Bereich der nichtabziehbaren Betriebsausgaben bei den Gewinneinkünften angesiedelt war und durch einen gesetzlichen Verweis für den Werbungskostenabzug durch den Arbeitnehmer entsprechend anzuwenden war.

Steuerfreie Erstattung unverändert

Der Umfang des steuerfreien Arbeitgeberersatzes bleibt unverändert den Bestimmungen des § 3 Nr. 13 (öffentlicher Dienst) bzw. Nr. 16 EStG (Privatwirtschaft) vorbehalten.

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