Reisekosten, Inland / 4.5.4 Ausnahme: Besteuerung mit amtlichem Sachbezugswert

Stehen dem Arbeitnehmer für die berufliche Auswärtstätigkeit bereits dem Grunde nach keine Verpflegungsmehraufwendungen zu, weil

  • die 8-Stundengrenze nicht erreicht ist oder
  • die 3-Monatsfrist überschritten ist,

und scheidet damit eine Kürzung des Werbungskostenabzugs beim Arbeitnehmer aus, muss der Arbeitgeber die unentgeltlich oder verbilligt gewährte Verpflegung bis zu einem Gesamtwert von 60 EUR (übliche Mahlzeit) lohnversteuern.

Dasselbe gilt, wenn der Arbeitgeber keine Aufzeichnungen über die Reisekosten seiner Arbeitnehmer führt.

Der geldwerte Vorteil der üblichen Mahlzeit ist mit dem amtlichen Sachbezugswert anzusetzen:

  • 2019: 1,77 EUR für das Frühstück bzw. 3,30 EUR für Mittag- und Abendessen,
  • 2018: 1,73 EUR für das Frühstück bzw. 3,23 EUR für Mittag- und Abendessen.

Die nach dem alten Reisekostenrecht alternative Bewertung mit den tatsächlichen Kosten ist nicht mehr zulässig. Das vom BFH entschiedene Bewertungswahlrecht ist durch die gesetzlichen Reisekostenbestimmungen überholt.

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