Reisekosten, Inland / 2.9.4 Quantitative Zuordnungskriterien

Fehlt es an einer dauerhaften Zuordnung des Arbeitnehmers zu einer betrieblichen Einrichtung durch dienst- oder arbeitsrechtliche Festlegung nach den vorstehenden Kriterien oder ist die getroffene Festlegung nicht eindeutig, ist die dauerhafte Zuordnung nach der zeitlichen Zuordnungsregel zu prüfen. Die quantitative Bestimmung der ersten Tätigkeitsstätte ist immer erst an zweiter Stelle vorzunehmen.[1]

Bei Anwendung der zeitlichen Zuordnungsgrenzen muss der Arbeitnehmer an der jeweiligen Tätigkeitsstätte einen Teil seiner arbeitsrechtlichen Hauptleistung erbringen. Nur soweit der Arbeitnehmer dort seiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit nachgeht, sind diese Arbeiten bei der Berechnung der erforderlichen Zeitgrenzen für das Vorliegen einer ersten Tätigkeitsstätte zu berücksichtigen.

Nicht ausreichend ist das Aufsuchen der Firma

  • zum Abholen und zur Abgabe von Auftragsbestätigungen,
  • zur Berichtsfertigung,
  • zur Wartung und Pflege des Fahrzeugs,
  • zur Übernahme des Werkstattwagens oder
  • zur Materialaufnahme.[2]

Ebenso wenig können organisatorische Hilfstätigkeiten wie die Abgabe von Stundenzetteln, Urlaubs- oder Krankmeldungen zu einer zeitlichen Qualifizierung der aufgesuchten betrieblichen Einrichtung als erste Tätigkeitsstätte führen.

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