Psychische Belastung am Arb... / 2 Prozesse und Maßnahmen laufend verbessern

Wird die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Gesundheit der Mitarbeiter – die schließlich häufig die wichtigste Ressource eines Unternehmens darstellen – ernst genommen, sollte nicht nur anlässlich der Gefährdungsbeurteilung Aktivität entfaltet werden. Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses lohnt es sich, das Thema dauerhaft auf die Agenda zu setzen. Das hat nicht nur den direkten Effekt der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Gesundheit der Mitarbeiter, sondern auch den indirekten der erhöhten Loyalität und des verstärkten Engagements der Belegschaft.

Eine fortlaufende Arbeit an der Verbesserung der Struktur- und Prozessqualität ist sinnvoll. Empfehlenswert ist es, dauerhafte Strukturen einzurichten, die gut mit anderen Akteuren im Betrieb vernetzt sind. Neben dem Arbeitsschutzausschuss sollte auch dauerhaft ein Steuerungskreis Gesundheit existieren. Diese Ausschüsse und Arbeitskreise sollten miteinander in Kontakt stehen und natürlich auch einen engen Kontakt zur Geschäftsführung und Mitarbeitervertretung halten.

Das Thema der psychischen Belastung berührt alle Bereiche und Abläufe eines Unternehmens. Es lässt sich nicht als abgegrenzter Bereich behandeln, der lediglich in die Zuständigkeit des Steuerungskreises Gesundheit fällt. Gerade dieses Thema hat Verbindungen zu anderen Management-gesteuerten Bereichen im Betrieb: Personalpolitik, Produktivität, Führung und Unternehmenskultur, Qualitätsmanagement usw. Es gibt auch viele Berührungspunkte mit anderen personalbezogenen Projekten: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, betriebliches Eingliederungsmanagement, Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung. Daher eignet sich das Thema der psychischen Belastung als guter Ausgangspunkt, um alle internen Prozesse einer dauernden Qualitätsverbesserung zu unterziehen.

Auch die Ergebnisqualität kann fortlaufend verbessert werden. Dazu werden wiederkehrende Erfolgsmessungen benötigt. Geeignete Zielgrößen sind nicht nur der Abbau von Belastungsfaktoren, sondern auch die Verbesserung der Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeiterschaft. Auch Teilnahmequoten an Veranstaltungen des Gesundheitsmanagements können als Messgröße herangezogen werden.

Hier unterscheidet sich die dauerhafte Qualitätsverbesserung von der Wirksamkeitskontrolle, die für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung gefordert wird. In der Gefährdungsbeurteilung wird lediglich verlangt, dass die Belastungsfaktoren verringert werden. Die Ergebnisse auf die Belegschaft werden nicht gemessen.

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