Praxis-Beispiele: Sonn- und... / 7 Gewöhnlicher Feiertag
 

Sachverhalt

In einem Unternehmen wird üblicherweise an Sonn- und Feiertagen nicht gearbeitet. Ausnahmsweise wird in diesem Jahr am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) gearbeitet.

Ein Arbeitnehmer mit einem Stundenlohn von 13,95 EUR hat in der Woche vom 2.10. bis 6.10. durchgängig in der Frühschicht von 6 Uhr bis 14 Uhr (8 Stunden) gearbeitet.

In welcher Höhe können dem Arbeitnehmer steuerfreie Zuschläge gezahlt werden?

Lösung

Der Zuschlag für Arbeit an einem gesetzlichen Feiertag von 0 Uhr bis 24 Uhr beträgt 125 % vom Grundlohn.

Für die Schicht von 6 Uhr bis 14 Uhr darf unter Beachtung der steuerlichen Voraussetzungen (z. B. Aufzeichnungs- und Nachweispflicht) neben dem Grundlohn von 13,95 EUR ein steuer- und sozialversicherungsfreier Zuschlag von 125 % = 17,44 EUR pro Stunde gewährt werden.

Für die sonstigen geleisteten Frühschichten dürfen keine Zuschläge gezahlt werden, da Nachtarbeit die Arbeit in der Zeit von 20:00 Uhr bis 6:00 Uhr ist.

 
Der Arbeitnehmer erhält für die Arbeit am 3. Oktober einen lohnsteuer- und sozialversicherungsfreien Feiertagszuschlag von:
8 Stunden x 17,44 EUR = 139,52 EUR

Hinweis

Die Lohnsteuerfreiheit der Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge ist auf einen Grundlohn 50 EUR pro Stunde beschränkt, für die Sozialversicherungsfreiheit beträgt dieser 25 EUR pro Stunde. Der übersteigende Betrag unterliegt dann dem Lohnsteuerabzug und der Sozialversicherungspflicht.

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