Praxis-Beispiele: Praktikant / 5 Nicht vorgeschriebenes Zwischenpraktikum (bis 450 EUR monatlich)
 

Sachverhalt

Ein an der Universität immatrikulierter Student übt ab 1.7. ein auf 6 Monate befristetes, nicht vorgeschriebenes Praktikum aus. Er ist gesetzlich krankenversichert. Sein Arbeitsentgelt beträgt 400 EUR monatlich, die wöchentliche Arbeitszeit 12 Stunden.

Der Arbeitgeber nimmt am Ausgleichsverfahren nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) teil.

Wie ist das nicht vorgeschriebene Zwischenpraktikum sozialversicherungsrechtlich zu beurteilen?

Lösung

Grundsätzlich ist ein nicht vorgeschriebenes Praktikum während des Studiums wie eine andere reguläre Beschäftigung während des Studiums zu bewerten. Damit sind Regelungen für gewöhnliche Werkstudenten sowie geringfügig Beschäftigte anzuwenden.

  • In der Rentenversicherung besteht Versicherungspflicht aufgrund einer geringfügig entlohnten Beschäftigung. Der Praktikant kann sich auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.
  • In der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung besteht Versicherungsfreiheit.
  • Zur Krankenversicherung sind Pauschalbeiträge zu zahlen, da das nicht vorgeschriebene Praktikum als geringfügig entlohnte Beschäftigung ausgeübt wird.
  • Der Arbeitgeber hat mit Personengruppenschlüssel 109 und Beitragsgruppenschlüssel 6100 eine Meldung an die Minijob-Zentrale zu erstatten.
  • Es sind Umlagen nach dem AAG sowie die Insolvenzgeldumlage an die Minijob-Zentrale zu entrichten.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge