Sachverhalt

Der Arbeitnehmer erhält zusätzlich zu seinem Gehalt die Kosten für die Anschaffung seiner Monatsfahrkarte i. H. v. 110 EUR von seinem Arbeitgeber erstattet. Der Arbeitnehmer möchte die Anrechnung auf die Werbungskosten vermeiden, damit er seine Werbungskosten in seiner Einkommensteuererklärung in voller Höhe geltend machen kann.

Ergebnis

Der Zuschuss i. H. v. 110 EUR kann mit 25 % pauschaler Lohnsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuert werden. Dann entfällt der Ausweis des Zuschusses in der Lohnsteuerbescheinigung. Die Pauschalsteuer kann vom Arbeitgeber getragen oder auf den Arbeitnehmer abgewälzt werden. Für den pauschal versteuerten Betrag fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an.

 
Abrechnung Zuschuss
Zuschuss   110,00 EUR
25 % pauschale Lohnsteuer   27,50 EUR
Zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag   + 1,51 EUR
Ggf. zzgl. Kirchensteuer (angenommen 9 %)   + 2,47 EUR

Hinweis

Der Arbeitgeber darf höchsten den Betrag pauschal versteuern, den der Arbeitnehmer tatsächlich aufwendet. Daher dürfen während des Zeitraums des 9-EUR-Tickets in den Monaten Juni, Juli und August 2022 nur 9 EUR als Kosten für die Monatskarte pauschal versteuert werden. Für das gesamte Jahr 2022 gilt: Der Arbeitgeber darf max. den Betrag pauschal versteuern, den der Arbeitnehmer insgesamt im ganzen Jahr für seine Jahreskarte bzw. 12 Monatskarten aufgewandt hat.

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