Praxis-Beispiele: Nachzahlung / 5 Weihnachtsgeld im März des Folgejahres, Beitragsbemessungsgrenze nicht überschritten
 

Sachverhalt

Ein Unternehmen zahlt seinem Mitarbeiter im März 2021 das Weihnachtsgeld des Vorjahres von 2.850 EUR aus. Der Bruttolohn des Arbeitnehmers beträgt monatlich 2.850 EUR.

Welchem Zeitraum wird die Einmalzahlung sozialversicherungsrechtlich zugeordnet?

Ergebnis

Bei Einmalzahlungen in den ersten 3 Monaten des Jahres greift ggf. die Märzklausel. Diese Zahlungen werden grundsätzlich dem Zahlungsmonat des laufenden Kalenderjahres zugeordnet. Reicht die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze allerdings nicht aus, um den gesamten Betrag der Einmalzahlung zu verbeitragen, ist er in allen Sozialversicherungszweigen dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres zuzuordnen. Dies gilt selbst dann, wenn die anteiligen Jahresbeitragsbemessungsgrenzen nicht in allen Sozialversicherungszweigen überschritten werden.

 
Kranken- und Pflegeversicherung
Anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze 2021 (4.837,50 EUR x 3 Monate) 14.512,50 EUR
Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt 2021 (2.850 EUR x 3 Monate) - 8.550,00 EUR
Differenz 5.962,50 EUR
Renten- und Arbeitslosenversicherung  
Anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze 2021 (7.100 EUR x 3 Monate) 21.300,00 EUR
Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt 2020 (2.850 x 3 Monate) - 8.550,00 EUR
Differenz 12.750,00 EUR

Durch das Weihnachtsgeld von 2.850 EUR werden die anteiligen Beitragsbemessungsgrenzen nicht überschritten, die Einmalzahlung ist dem März 2021 zuzuordnen.

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