Praxis-Beispiele: Nachzahlung / 2 Vorjahr
 

Sachverhalt

Seit Oktober 2019 übernimmt eine Sachbearbeiterin zusätzliche Aufgaben im Unternehmen. Im März 2020 wird ihr Gehalt rückwirkend um monatlich 200 EUR für die Monate Oktober 2019 bis Februar 2020 erhöht (= 1.000 EUR). Ihr bisheriger monatlicher Bruttolohn beträgt 2.300 EUR und erhöht sich ab März 2020 auf 2.500 EUR.

Wie wird die rückwirkende Lohnerhöhung abgerechnet?

Lösung

Im März 2020 erhält die Mitarbeiterin für die Monate Oktober bis Dezember 2019 sowie für Januar und Februar 2020 korrigierte Gehaltsabrechnungen mit einer Erhöhung des laufenden Arbeitslohns um 200 EUR. Der lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtige Bruttolohn erhöht sich um diesen Betrag auf 2.500 EUR.

Aus Vereinfachungsgründen können die Nachzahlungen wie eine Einmalzahlung behandelt werden. Um den Charakter des laufenden Arbeitsentgelts dabei nicht zu berühren, ist als Beitragsbemessungsgrenze diejenige des Nachzahlungszeitraums heranzuziehen. Daraus folgt, dass die Nachzahlung für die Monate Oktober bis Dezember 2019 mit einem Gesamtbetrag von 600 EUR dem Dezember 2019 zugeordnet und als Beitragsbemessungsgrenze der Zeitraum vom 1.10. bis 31.12.2019 herangezogen werden kann. Der laufende Arbeitslohn für den März 2020 beträgt 2.500 EUR zuzüglich 400 EUR Einmalzahlung für den Nachzahlungszeitraum Januar und Februar 2020.

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