Praxis-Beispiele: Muttersch... / 7 Zuschuss nach dem Mutterschutzgesetz (Entgeltminderung durch Kurzarbeit )
 

Sachverhalt

Im Unternehmen beginnt die Schutzfrist nach § 3 Abs. 1 MuSchG für eine Arbeitnehmerin am 11.3.2020. Sie hat Anspruch auf Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse. Daneben sind die Voraussetzungen zum Bezug des Arbeitgeberzuschusses erfüllt.

Der Referenzzeitraum für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes lautet 1.12.2019 bis 29.2.2020. Die Arbeitnehmerin ist in einer Abteilung, in der ab 1.4.2020 nur noch eine um 50 % verkürzte Arbeitsleistung erbracht wird (Kurzarbeit im Betrieb).

Welche Auswirkungen hat die Entgeltänderung auf das Mutterschaftsgeld dieser Arbeitnehmerin?

Lösung

Bei dieser Arbeitnehmerin fällt die Entgeltminderung nicht in den Referenzzeitraum. Für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes fließt für Dezember 2019, Januar und Februar 2020 das ungekürzte Nettoentgelt (stets ohne Berücksichtigung einer evtl. Einmalzahlung) in die Berechnung ein.

Kurzarbeit im Referenzzeitraum zählt zu den Arbeitsausfällen, die nicht zulasten der Arbeitnehmerin gehen. Insoweit hätte die Kurzarbeit auch im Referenzzeitraum keine negative Auswirkungen auf die Mutterschaftsgeldhöhe gehabt.

Hinsichtlich des Arbeitgeberzuschusses werden Kürzungen des Arbeitsentgelts infolge Kurzarbeit bei der Berechnung ebenfalls nicht berücksichtigt.

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