Praxis-Beispiele: Muttersch... / 2 Zuschuss nach dem Mutterschutzgesetz (Berechnung bei schwankendem Monatsgehalt)
 

Sachverhalt

Eine Arbeitnehmerin hat ab 11.3.2020 (Beginn der Schutzfrist nach § 3 Abs. 1 MuSchG) Anspruch auf Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse. Daneben sind die Voraussetzungen zum Bezug des Arbeitgeberzuschusses erfüllt.

Sie hat in den letzten 3 vor der Schutzfrist abgerechneten Lohnabrechnungszeiträumen auf der Basis von Akkordarbeit folgende Nettoverdienste erzielt:

 
Februar 2020 1.238 EUR
Januar 2020 958 EUR (Fehlzeit wegen unbezahltem Urlaub vom 20. bis 24.1.2020)
Dezember 2019 1.893 EUR (davon 458 EUR Weihnachtsgeld)

Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld?

Lösung

Bei dieser Arbeitnehmerin sind die tatsächlichen Kalendertage maßgebend, da ihr Entgelt nicht nach Monaten sondern nach geleisteter Stückzahl (Akkordlohn) bemessen ist:

 
Monat Anrechenbare Tage Nettoentgelt Anmerkungen
Dezember 2019 31 1.435 EUR Einmalzahlungen bleiben stets außer Betracht
Januar 2020 26 958 EUR Fehlzeit wegen unbezahltem Urlaub von 20. bis 24.1.2020 wird bei Berechnung herausgenommen (d. h. die anrechenbaren Tage werden entsprechend reduziert)
Februar 2020 29 1.238 EUR  
Gesamt 86 3.631 EUR  

Berechnung: 3.631 EUR : 86 Tage = gerundet 42,22 EUR kalendertäglich

Da das Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse auf 13 EUR täglich begrenzt ist, beträgt der Arbeitgeberzuschuss 29,22 EUR (42,22 EUR – 13 EUR) kalendertäglich, zu zahlen vom 11.3.2020 bis zum Ende der Schutzfrist.

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