Praxis-Beispiele: Muttersch... / 10 Mutterschaftsgeld und ausschließlich freiwilliger Zuschuss
 

Sachverhalt

Eine Arbeitnehmerin erzielt ein Bruttoarbeitsentgelt (einschließlich vermögenswirksamer Leistungen) von 550 EUR monatlich, das Vergleichs-Nettoarbeitsentgelt beträgt 375 EUR monatlich. Die Berechnung erfolgt mit gerundeten EUR-Werten.

Ab 1.5.2019 erhält sie Mutterschaftsgeld in Höhe von monatlich 375 EUR. Weiterhin erfolgt eine Brutto-Zahlung der vermögenswirksamen Leistungen in Höhe 36 EUR zzgl. 50 EUR freiwillige Zulage zum Mutterschaftsgeld monatlich durch den Arbeitgeber.

Hat die Arbeitnehmerin beitragspflichtige Einnahmen?

Lösung

 
Vergleichs-Nettoarbeitsentgelt kalendertäglich (375 EUR : 30 Tage) 12,50 EUR
Mutterschaftsgeld kalendertäglich (375 EUR : 30 ) 12,50 EUR
Sozialversicherungs-Freibetrag täglich (12,50 EUR – 12,50 EUR) 0,00 EUR
Brutto-Zahlung des Arbeitgebers kalendertäglich (86 EUR : 30 ) 2,87 EUR

Der Betrag von 2,87 EUR ist beitragspflichtig. Das kalendertägliche Vergleichs-Nettoarbeitsentgelt wird durch die monatliche Brutto-Zahlung in Höhe von 86 EUR (2,87 EUR kalendertäglich) um mehr als 50 EUR (Bagatellgrenze) überschritten. Da das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt innerhalb des Übergangsbereiches bis 1.300 EUR monatlich liegt, sind auf die beitragspflichtige arbeitgeberseitige Leistung die besonderen Regelungen zur Beitragsberechnung im Übergangsbereich anzuwenden. In diesem Fall ist für die Berechnung der beitragspflichtigen Einnahme die beitragspflichtige arbeitgeberseitige Leistung mit dem Faktor F zu multiplizieren. Der Krankenkasse ist vom Arbeitgeber die Höhe der beitragspflichtigen Einnahmen im Datenaustausch für Entgeltersatzleistungen zu übermitteln, woraufhin diese das tägliche Mutterschaftsgeld kürzt.

Hinweis: Hierbei handelt es sich um ein praktisch selten auftretendes Beispiel, durch das verdeutlicht werden soll, dass es auch im Zusammenhang mit Mutterschaftsgeld die Möglichkeit von beitragspflichtigem Arbeitsentgelt gibt.

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