Praxis-Beispiele: Muttersch... / 1 Zuschuss nach dem Mutterschutzgesetz (Berechnung bei festem Monatsgehalt)
 

Sachverhalt

Eine Arbeitnehmerin hat ab 11.3.2020 (Beginn der Schutzfrist nach§ 3 Abs. 1 MuSchG) Anspruch auf Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse. Daneben sind die Voraussetzungen zum Bezug des Arbeitgeberzuschusses erfüllt. Die Arbeitnehmerin hat in den letzten 3 vor der Schutzfrist abgerechneten Entgeltabrechnungszeiträumen auf der Basis eines gleichbleibenden Gehalts folgende Nettoverdienste erzielt:

 
Februar 2020 840 EUR
Januar 2020 840 EUR (Fehlzeit infolge Arbeitsunfähigkeit mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung vom 16.1. bis 22.1.2020)
Dezember 2019 1.240 EUR (davon 400 EUR Weihnachtsgeld)

Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld?

Lösung

Da die Arbeitnehmerin ein nach Monaten bemessenes Arbeitsentgelt erzielt hat, wird das Mutterschaftsgeld ermittelt, indem das Nettoentgelt der letzten 3 vor Beginn der Schutzfrist abgerechneten Kalendermonate durch 90 geteilt wird. Dabei wird für jeden Monat der Wert von 30 Tagen angerechnet, unabhängig von der tatsächlichen Anzahl der Kalendertage des Abrechnungszeitraums. Die Zeit der Arbeitsunfähigkeit spielt keine Rolle, da Entgeltfortzahlung geleistet wurde.

Maßgebend ist das monatliche Nettoentgelt, dabei bleiben Einmalzahlungen (z. B. hier das Weihnachtsgeld) jedoch stets außer Acht.

 
Berechnung:  
840 EUR x 3 Monate = 2.520 EUR
2.520 EUR : 90 Tage = 28 EUR kalendertäglich

Das Mutterschaftsgeld der Krankenkasse ist auf 13 EUR täglich begrenzt. Kalendertäglich erzielt die Arbeitnehmerin aber 28 EUR. Der Arbeitgeberzuschuss beträgt daher 15 EUR (28 EUR–13 EUR) kalendertäglich, beginnend am 11.3.2020 bis zum Ende der Schutzfrist dieser Arbeitnehmerin.

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