Praxis-Beispiele: Lohnsteue... / 3 Freibetrag (Fahrtkosten bei Ehepaar)
 

Sachverhalt

Ein Mitarbeiter hat einen Arbeitsweg von 20 Kilometern, den er im Schnitt an 220 Tagen jährlich mit dem eigenen Pkw zurücklegt. Seine Ehefrau ist ebenfalls berufstätig und legt – gemeinsam mit ihrem Mann – an 220 Tagen eine Strecke von 18 Kilometern zur Arbeit zurück. Beide sind konfessionslos. Der Mitarbeiter möchte Anfang des Jahres einen Freibetrag für den Lohnsteuerabzug ermitteln lassen.

Ist das möglich und wie hoch wäre der Freibetrag?

Lösung

Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte richtet sich nach den Regeln der Entfernungspauschale. Bei dem Mitarbeiter wären demnach folgende Aufwendungen zu berücksichtigen:

  • 220 Tage × 20 Kilometer × 0,30 EUR = 1.320 EUR
  • Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 EUR ist überschritten. Die Differenz von 320 EUR könnte grundsätzlich als Freibetrag eingetragen werden.

Allerdings wird hier die Antragsgrenze von 600 EUR nicht überschritten.

Auch bei der Ehefrau werden die Aufwendungen für die Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte nochmals berücksichtigt, obwohl sie mit ihrem Ehemann eine Fahrgemeinschaft bildet:

  • 220 Tage × 18 Kilometer × 0,30 EUR = 1.188 EUR

Bei der Ehefrau wird der Arbeitnehmer-Pauschbetrag um 188 EUR überschritten.

  • Gemeinsam erreicht das Ehepaar Kosten von 508 EUR.

Damit kann kein Freibetrag als Lohnsteuerabzugsmerkmal gebildet werden. Obwohl die Antragsgrenze von 600 EUR bei Ehegatten nicht verdoppelt wird, bleibt die 600-EUR-Grenze unerreicht.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge