Praxis-Beispiele: Lohnsteue... / 3 Freibetrag, Fahrtkosten bei Ehepaar
 

Sachverhalt

Ein Mitarbeiter hat einen Arbeitsweg von 22 Kilometern, den er im Schnitt an 200 Tagen jährlich mit dem eigenen Pkw zurücklegt. Seine Ehefrau ist ebenfalls berufstätig und legt – gemeinsam mit ihrem Mann – an 200 Tagen eine Strecke von 18 Kilometern zur Arbeit zurück. Beide sind konfessionslos. Der Mitarbeiter möchte Anfang des Jahres einen Freibetrag für den Lohnsteuerabzug ermitteln lassen.

Ist das möglich und wie hoch wäre der Freibetrag?

Ergebnis

Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte richtet sich nach den Regeln der Entfernungspauschale. Bei dem Mitarbeiter wären demnach im Jahr 2021 folgende Aufwendungen zu berücksichtigen:

  • 200 Tage × 20 Kilometer × 0,30 EUR = 1.200 EUR
  • 200 Tage x 2 Kilometer x 0,35 EUR = 140 EUR
  • Summe: 1.340 EUR
  • Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 EUR ist überschritten. Die Differenz von 340 EUR könnte grundsätzlich als Freibetrag eingetragen werden.

Allerdings wird hier die Antragsgrenze von 600 EUR nicht überschritten.

Auch bei der Ehefrau werden die Aufwendungen für die Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte nochmals berücksichtigt, obwohl sie mit ihrem Ehemann eine Fahrgemeinschaft bildet:

  • 200 Tage × 18 Kilometer × 0,30 EUR = 1.080 EUR

Bei der Ehefrau wird der Arbeitnehmer-Pauschbetrag um 80 EUR überschritten.

  • Gemeinsam erreicht das Ehepaar Kosten von 420 EUR.

Damit kann kein Freibetrag als Lohnsteuerabzugsmerkmal gebildet werden. Obwohl die Antragsgrenze von 600 EUR bei Ehegatten nicht verdoppelt wird, bleibt die 600-EUR-Grenze unerreicht.

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