Praxis-Beispiele: Kurzfrist... / 13 Ermittlung des Arbeitsentgelts bei Teilmonaten zur Prüfung der Berufsmäßigkeit
 

Sachverhalt

Eine Arbeitnehmerin nimmt neben ihrer Hauptbeschäftigung eine Beschäftigung in einer Rechtsanwaltskanzlei für die Zeit vom 15.4.2020 bis zum 30.4.2020 auf. Sie erhält im Monat April ein Arbeitsentgelt in Höhe von 450 EUR.

Lösung

In diesem Fall liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor, da die Arbeitnehmerin die Tätigkeit neben ihrer Hauptbeschäftigung ausübt und die Arbeitsentgeltgrenze von 450 EUR nicht überschritten wird.

Grundsätzlich liegt eine kurzfristige Beschäftigung dann vor, wenn diese die Zeitgrenzen von 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen nicht überschreitet. Wird die Beschäftigung jedoch berufsmäßig ausgeübt und ihr Arbeitsentgelt überschreitet die 450 EUR-Grenze, liegt keine kurzfristige Beschäftigung mehr vor. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Berufsmäßigkeit nur dann geprüft werden muss, wenn das Arbeitsentgelt 450 EUR übersteigt.

Achtung

Auch wenn die Arbeitnehmerin nicht einen kompletten Monat beschäftigt war, kann sie ein Arbeitsentgelt in Höhe von 450 EUR erhalten. Hierbei handelt es sich um einen Monatswert, der auch dann gilt, wenn die Beschäftigung nicht während des gesamten Beschäftigungsmonats besteht.

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