Praxis-Beispiele: Kurzfrist... / 12 Pauschalbesteuerung im steuerrechtlichen Sinn
 

Sachverhalt

Ein Arbeitnehmer wird kurzfristig für knapp 3 Wochen vom 5.1. bis 24.1., nicht regelmäßig wiederkehrend, bei einer Spedition als Ladehilfe beschäftigt. Er arbeitet an 6 Tagen in der Woche jeweils 5 Stunden (wöchentlich 30 Stunden). Das Entgelt beträgt wöchentlich 300 EUR, für die gesamte Beschäftigungszeit 900 EUR (3 Wochen x 300 EUR).

Kann diese Beschäftigung steuerlich als kurzfristig behandelt werden?

Lösung

Eine Pauschalierung der Lohnsteuer mit 25 % ist im vorliegenden Fall möglich, da die Beschäftigungszeit vom 5.1. bis 24.1. lediglich 18 Arbeitstage beträgt. Der Arbeitslohn übersteigt nicht 120 EUR je Arbeitstag (900 EUR : 18 = 50 EUR). Der Stundenlohn übersteigt nicht 15 EUR (30 Stunden x 3 Wochen = 90 Stunden insgesamt; 900 EUR : 90 Std. = 10 EUR/Std.).

Eine kurzfristige Beschäftigung im lohnsteuerlichen Sinn liegt nach § 40a Abs. 1 EStG dann vor, wenn der Arbeitnehmer nur eine gelegentliche (nicht regelmäßig wiederkehrende) Tätigkeit ausübt, die nicht über 18 zusammenhängende Arbeitstage hinausgeht. Neben der kurzfristigen Dauer der Beschäftigung von max. 18 zusammenhängenden Arbeitstagen, darf der Tageslohn nicht über 120 EUR liegen. Zudem ist der Stundenlohn auf höchstens 15 EUR beschränkt

Hinweis

Die Pauschalsteuer i. H. v. 25 % für kurzfristige Beschäftigungen sowie die darauf entfallende pauschale Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag sind bei dem zuständigen Betriebsstättenfinanzamt mit einer Lohnsteuer-Anmeldung und nicht bei der Minijob-Zentrale anzumelden.

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