Praxis-Beispiele: Kurzfrist... / 1 Bestandsschutzregelung, Ausnahmeregelung 2021, Beschäftigungsbeginn vor dem 1.6.2021
 

Sachverhalt

Eine Raumpflegerin nimmt am 1.3.2021 eine Beschäftigung auf, die bis zum 30.6.2021 befristet ist. Das monatliche Entgelt beträgt 1.400 EUR. Insgesamt sind 85 Arbeitstage vorgesehen. Die Beschäftigung wird nicht berufsmäßig ausgeübt. Es liegen keine Vorbeschäftigungszeiten vor. Wie ist die Beschäftigung sozialversicherungsrechtlich zu beurteilen?

Ergebnis

Vor dem 1.6.2021[1] liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor, wenn diese die Zeitgrenzen von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen einhält. Die zu beurteilende Beschäftigung überschreitet die maßgebenden Zeitgrenzen von Anfang an. Es handelt sich somit ab Beschäftigungsbeginn um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die Arbeitnehmerin unterliegt der Versicherungspflicht in der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Die Beschäftigung ist bei der zuständigen Krankenkasse zu melden. Der Personengruppenschlüssel lautet 101, der Beitragsgruppenschlüssel 1111. Die Beschäftigung ist zum 1.6.2021 nicht neu zu beurteilen, da die Bestandsschutzregelung greift.

[1] Inkrafttreten der Übergangsregelung mit dem Vierten Gesetz zur Änderung des Seefischereigesetzes.

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