Praxis-Beispiele: Jahresarb... / 4 Feste Bezüge und laufende und einmalige Einnahmen
 

Sachverhalt

Am 1.4.2020 nimmt ein Arbeitnehmer, für den die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze gilt, seine Beschäftigung auf.

Er hat folgende Einnahmen:

  • Monatslohn 4.700 EUR
  • Pauschale Überstundenvergütung 200 EUR monatlich
  • Steuer- und beitragsfreie Nachtarbeitszuschläge 50 EUR monatlich
  • Vertraglich zugesichertes Weihnachtsgeld 2.000 EUR jeweils im November
  • Vertraglich zugesichertes Urlaubsgeld 1.000 EUR jeweils im Juni

Unterliegt der Arbeitnehmer der Krankenversicherungspflicht?

Lösung

 
Berechnungsstufen regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt
Jahreseinnahmen (aller Einnahmen aus der Beschäftigung für ein fiktives Jahr)
- Bezüge, die kein Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung sind
- Unregelmäßige Bezüge
- Zuschläge, die mit Rücksicht auf den Familienstand gezahlt werden
= Regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt
 
Berechnung regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt  
Arbeitsentgelt (4.700 EUR × 12 Monate) 56.400 EUR
Pauschale Überstundenvergütung (200 EUR × 12 Monate) + 2.400 EUR
Nachtzuschläge (50 EUR × 12 Monate) + 600 EUR
Weihnachtsgeld + 2.000 EUR
Urlaubsgeld + 1.000 EUR
Jahresarbeitsentgelt gesamt 62.400 EUR
Abzgl. Nachtzuschläge (50 EUR × 12 Monate) - 600 EUR
Regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt 61.800 EUR

Die Überstundenvergütung erfolgt regelmäßig pauschal.

Das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt des Arbeitnehmers (61.800 EUR) überschreitet die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze (2020: 62.500 EUR) nicht. Der Arbeitnehmer ist krankenversicherungspflichtig.

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