Praxis-Beispiele: Jahresarb... / 14 Jahresarbeitsentgeltgrenze holt Arbeitsentgelt ein
 

Sachverhalt

Ein Arbeitnehmer ist am 1.1.2020 54 Jahre alt und seit 20 Jahren wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze privat krankenversichert. Sein regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt (55.000 EUR) wird am 1.1.2020 durch die Erhöhung der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2020: 56.250 EUR) vom Grenzwert "eingeholt".

Tritt für den Arbeitnehmer Kranken- und Pflegeversicherungspflicht ein?

Lösung

Die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze gilt für Arbeitnehmer, die am 31.12.2002 wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei und zu diesem Zeitpunkt mit einer privaten Krankenkostenvollversicherung abgesichert waren. Grundsätzlich wird der Beschäftigte ab 1.1.2020 kranken- und pflegeversicherungspflichtig. Er könnte sich jedoch innerhalb einer Frist von 3 Monaten (bis 1.4.2020) von der Versicherungspflicht auf Antrag befreien lassen. Stellt er keinen solchen Antrag, wird er Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse.

Achtung

Hätte der Arbeitnehmer am 1.1.2020, bei Unterschreitung der Jahresarbeitsentgeltgrenze das 55. Lebensjahr bereits vollendet, hätte dies nicht mehr zum Eintritt von Kranken- und Pflegeversicherungspflicht geführt, weil der Arbeitnehmer in den letzten 5 Jahren nicht gesetzlich krankenversichert war.

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