Praxis-Beispiele: Auslandst... / 26 Grenzgänger in Corona-Zeiten
 

Sachverhalt

Arbeitnehmer A ist bei der Firma X AG in der Schweiz beschäftigt. Bisher war er immer Grenzgänger. Pandemiebedingt kann er seinen Arbeitgeber in der Schweiz vom 16.3.-15.6.2020 nicht aufsuchen. In dieser Zeit übte A seine Tätigkeit von zu Hause aus. Ab dem 16.6.2020 bis zum Jahresende pendelt A wieder zu seinem Arbeitsort in der Schweiz und kehrt von dort regelmäßig an seinen Wohnsitz zurück.

Für welchen Zeitraum ist Grenzgängereigenschaft erfüllt?

Ergebnis

Wenn Grenzpendler vermehrt ihrer Tätigkeit im Homeoffice nachgehen, kann dies auch steuerliche Folgen auslösen. Ein erhöhtes Maß an Homeoffice-Tagen könnte zu einer Änderung der Aufteilung der Besteuerungsrechte und damit zu einer Änderung der steuerlichen Situation der betroffenen Beschäftigten führen. Das Bundesministerium der Finanzen hat deshalb in 2020 mit mehreren Staaten befristete bilaterale Sonderregelungen vereinbart, um den Effekt, der mit einem ungewollten Wechsel des Besteuerungsrechts einhergeht, zu verhindern. Im Verhältnis zur Schweiz hat man sich darauf geeinigt, Pendelbewegungen während der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise zu unterstellen:

Da A pandemiebedingt vom 16.3.-15.6.2020 ausschließlich an seinem Wohnsitz seiner unselbstständigen Arbeit nachgeht, entspricht dieser Zeitraum dem Bekämpfungszeitraum. Während dieses Zeitraums ist er von der Maßnahme der Tätigkeitsverrichtung von zu Hause betroffen. Es wird bei A ein arbeitstägliches Pendeln zu seinem Arbeitsort bei der X AG in der Schweiz unterstellt, sodass die Grenzgängereigenschaft für das ganze Kalenderjahr erfüllt ist.

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