Personalplanung, Umsetzung ... / 3.1 Ebenen der Personalbedarfsplanung

Die Personalbedarfsplanung kann für kurz-, mittel- und langfristige Ziele durchgeführt werden.

Es wird entsprechend unterschieden in:

  • Strategische Personalbedarfsplanung
  • Taktische Personalbedarfsplanung
  • Operative Personalbedarfsplanung

Die strategische Personalbedarfsplanung ist langfristig orientiert, wird von der Unternehmensleitung durchgeführt und betrifft das gesamte Unternehmen. Die strategische Personalplanung hat das Ziel, den Aufbau, die Nutzung, den Erhalt und den Abbau von Personal vorausschauend zu planen. Gerade in marktdynamischen Zeiten stellt sich diese langfristige Planung oft als schwierig dar.

Die taktische Personalbedarfsplanung orientiert sich eng an den Zielvorgaben der strategischen Personalplanung und ist die mittelfristig orientierte Umsetzung der Personalstrategie auf konkrete Einzelheiten personalwirtschaftlicher Maßnahmen. Sie ist wesentlich detaillierter und differenzierter und ist das Bindeglied zwischen der strategischen Planung und der operativen Personalbedarfsplanung.

Die operative Personalbedarfsplanung ist kurzfristig, ablauforientiert und enthält die operativen und handlungsbezogenen Feinziele, die für die Zielerreichung in einem Geschäftsjahr wichtig sind.

Welche Art der Personalbedarfsplanung bei Ihnen durchzuführen ist, hängt davon ab, wie die Unternehmensleitung hiermit bezüglich der Unternehmensplanung vorgeht.

 
Wichtig

In jedem Fall empfiehlt sich eine kurz- und mittelfristige Planung. Auch wenn die mittelfristigen Planungsüberlegungen heute (noch) nicht dokumentiert sind, fragen Sie bei der Unternehmensleitung danach, damit Sie als Personalmanager vorausschauend planen und handeln können.

Nicht zu unterschätzen ist der Abstimmungsaufwand mit anderen Teilplänen des Unternehmens, denn nur so entsteht eine integrierte, realistische und akzeptierte Personalbedarfsplanung, die als Grundlage für die Steuerung von Personalgewinnung, -entwicklung und -abbau dienen kann.

Für Sie als Personalmanager ist diese Abstimmung ein ganz wichtiger Prozess, in welchem Sie Widersprüche, Konflikte oder einfach nur Ergänzungen der Bereichsplanungen hinsichtlich der Unternehmensplanung erken nen können und durch Ihr Feedback an die Unternehmensleitung zur Verbesserung der Planungsqualität beitragen können.

 

So gehen Sie vor

Wenn Sie zum ersten Mal eine systematische Personalplanung durchführen, kann der Prozess 4-6 Wochen dauern und nur dann erfolgreich sein, wenn die Unternehmensziele und -strategie bereits definiert und die Bereiche über die Bereichsziele orientiert sind.

 
Hinweis

Wenn Sie noch keinen Personalplanungsprozess installiert haben, kann der Betriebsrat Ihnen als Arbeitgeber Vorschläge für die Einführung und Durchführung von einer Personalplanung[1] unterbreiten. Der Betriebsrat kann allerdings keine konkreten Maßnahmen zur Personalplanung erzwingen! Sie sind aber aufgrund des Gebots der vertrauensvollen Zusammenarbeit verpflichtet, sich mit den Vorschlägen des Betriebsrats zu befassen und mindestens zu erläutern, aus welchem Grund Sie die Vorschläge nicht umsetzen können oder wollen.

Unternehmensplanung und Bereichsplanungen

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