Pensionäre / 2 Bezug gesetzlicher Altersrente

Altersrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind kein Arbeitslohn, da sie auf früheren Beitragsleistungen des Rentners beruhen. Sie werden als sonstige Einkünfte im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung besteuert.[1]

Besteuerung mit Ertragsanteil

Bei Steuerpflichtigen, die in 2004 bereits eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder die ab 2005 erstmals eine solche Rente bezogen haben, unterliegen die Rentenbezüge mit einem Besteuerungsanteil von 50 % der Besteuerung.[2] Bei den Steuerpflichtigen, die in den Jahren 2006 bis 2020 erstmals eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen, erhöht sich der Besteuerungsanteil von 50 % für den jeweiligen Jahrgang um 2 % und von 2021 bis 2040 um 1 % (Kohortenbesteuerung).

Wer 2020 in Rente geht, hat einen Besteuerungsanteil von 80 % für die gesamte Bezugszeit der Rente (ab VZ 2019: 78 %). Dies erfolgt dadurch, dass für die Rentenbezüge nach Maßgabe des Besteuerungsanteils ein Freibetrag ermittelt wird, der sich grundsätzlich in den Folgejahren nicht verändert. Hierdurch werden etwaige Rentenerhöhungen in vollem Umfang in die Besteuerung einbezogen.

Elektronische Rentenbezugsmitteilung

Zur Sicherstellung der Besteuerung übermitteln die Versicherungsträger die jeweiligen Rentenbezugsmitteilungen an die Finanzverwaltung.[3] Über die Rentenbezugsmitteilung muss der Steuerpflichtige informiert werden.[4]

Altersentlastungsbetrag

Der Altersentlastungsbetrag kommt für Rentner bezüglich deren Renten i. S. d. § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a EStG nicht in Betracht.[5]

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