Outplacement als Instrument... / Zusammenfassung
 

Überblick

Die ersten Schritte zur Outplacement-Beratung wurden in Deutschland Anfang der 80er Jahren getan. In den darauf folgenden Jahrzehnten hat dieses Instrument einer sozialverträglichen Trennung von Mitarbeitern eine zunehmende Verbreitung gefunden. Laut Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e. V. belief sich der Branchenumsatz 2009 in Deutschland auf rund 66 Mio EUR. Nach Rückgängen 2010 und 2011 wurden 2012 wieder 68 Mio EUR und 2013 74 Mio EUR erreicht. Für 2014 werden 83 Mio EUR erwartet. Von 2004 bis 2014 hat sich mit zwischenzeitlichen Rückschlägen der Umsatz verdoppelt. Für Europa insgesamt nimmt der BDU einen Umsatz von 500 Mio EUR an.

Trotz des Umsatzwachstums existiert in Deutschland weiterhin ein Nachholbedarf in der Nutzung von Outplacement-Beratung. Ein großer Teil der Personalfreisetzung erfolgt noch ohne Einsatz einer beruflichen Transferberatung, obwohl die positiven Effekte für alle beteiligten Seiten annähernd unstreitig sind. Daraus folgt, dass nur ein bestimmter Teil von Personalverantwortlichen in Unternehmen bisher praktische Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln konnte. Besonders seit Ende der 90er Jahre hat für die Unterstützung vom Personalabbau betroffener tariflicher Arbeitnehmer die Einrichtung von Transfergesellschaften, auch Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften genannt, größere Verbreitung als Alternative und/oder Ergänzung zum (Gruppen-)Outplacement gefunden. Generell ist zu konstatieren, dass der Markt der beruflichen Transferberatung zunehmend auseinander driftet. Einerseits entwickelt sich das Einzeloutplacement vorwiegend für Führungskräfte und andererseits ist ein Markt der beruflichen Transferberatung für Arbeitnehmer unterhalb der oberen Führungsebene unter Einsatz von Gruppenoutplacement (auch Transferagentur oder Transfermaßnahmen genannt) und/oder Transfergesellschaften entstanden und entwickelt sich weiter.

Insbesondere für das letztere Marktsegment spielt das Thema Fördermittel eine wesentliche Rolle. Dem wichtigen Thema der Sicherung der Qualität und Effizienz widmet sich der 2007 gegründete Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer e. V. (BVTB). Während für 2009 noch ein Wachstum im Umsatz bei den verschiedenen Formen des Beschäftigtentransfers zu verzeichnen war, führte die Wirtschaftskrise in den Jahren 2010 und 2011 zu einem deutlichen Umsatzrückgang. Entgegen einer landläufigen Annahme profitiert Outplacement also vom wirtschaftlichen Aufschwung und muss Rückschläge beim Umsatz in Krisenzeiten hinnehmen. Neben der Vermittlung von Kenntnissen über Ursachen, Ziele, Ablauf sowie Formen und Methoden des Outplacements ist wesentliches Anliegen der Darstellung die Anleitung und Unterstützung für verantwortliche Mitarbeiter des Personalbereichs bei der praktischen Planung und Umsetzung von beruflicher Transferberatung. Die Sichtweise des Personalmanagements steht im Vordergrund der Betrachtung. Angemerkt sei bereits an dieser Stelle: Jede schablonenhafte Arbeitsweise ist beim Outplacement fehl am Platze. Qualifiziertes Outplacement zeichnet sich durch Flexibilität in der Anpassung an die jeweiligen Bedingungen und Interessenlagen aus.

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