Onboarding und Führung von ... / 4.1 Die Beurteilung als Prozess

Zunächst sollte die Beurteilung als Prozess verstanden werden. Was in ein Beurteilungsgespräch mündet, beginnt beim Einführungsgespräch, wenn der Auszubildende seinen ersten Arbeitstag in der neuen Abteilung absolviert.

Im weiteren Verlauf werden im Rahmen der Beobachtungsphase Eindrücke gesammelt, über die dann im abschließenden Beurteilungsgespräch gesprochen wird. Um sicherzustellen, dass der Auszubildende regelmäßig gezielt beobachtet wird, ist es sinnvoll, ein kleines Beobachtungsprotokoll zu führen. Darin wird notiert, was beim Auszubildenden wann beobachtet wurde, wie es gewirkt hat – und wie es zukünftig anders gemacht werden könnte.

 
Wann wurde die konkrete ­Situation beobachtet? Datum 1 Datum 2 Datum 3 Datum …
Was wurde beobachtet?        
In welcher Situation wurde ­beobachtet?        
Eindruck des Ausbilders        
Was könnte zukünftig anders gemacht werden?        

Dadurch wird dem Auszubildenden deutlich, dass er kontinuierlich wahrgenommen wurde. Während der Beobachtung ist zudem noch wichtig, dass die Schwierigkeit und Komplexität der einzelnen Aufgabe berücksichtigt wird. Einmalige Ausrutscher des Auszubildenden – positiv wie negativ – sollten nicht in die Beurteilung einfließen. Vielmehr sollte seine Standardleistung berücksichtigt werden und somit ein repräsentatives Bild seines Ausbildungsverhaltens entstehen.

Im Beurteilungsgespräch sollte der Grundsatz gelten: Stärken stärken und Schwächen schwächen. Es ist sinnlos, aus jeder "Schwäche" eine Stärke machen zu wollen, da jeder Mensch unterschiedliche Talente hat und die persönlichen Entwicklungsfelder voneinander abweichen.

Das Gespräch sollte rechtzeitig terminiert werden und es sollte ausreichend Zeit zur Verfügung stehen.

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