Onboarding und Führung von ... / 3.1.6 Reflexionsgespräch

Sofern die Auszubildenden übernommen wurden und anschließend Erfahrungen im Unternehmen sammeln konnten, sind sie wichtige Ideengeber für die Ausbildung. Ein oder zwei Jahre nach Ausbildungsende können die ehemaligen Auszubildenden befragt werden, wie sie durch die Ausbildung auf diese Funktion vorbereitet wurden.

 
Gelernt Fall 3: Welche Themen wurden während ­der Ausbildung Fall 1: Welche Themen wurden während ­der ­Ausbildung
  vermittelt, Hinblick 3 aber im auf eine gelernt, Hinblick 1 die im der
  erfolgreiche Aufgaben­erledigung bislang noch gar nicht benötigt? erfolgreichen Aufgabenerledigung dringend ­erforderlich sind?
  Fall 4: Was wurde nicht ­gelernt – und was wurde nicht benötigt? Fall 2: Welche Themen ­werden im Hinblick ­
 

auf die

reiche
2

erfolg-

Aufgaben-
Nicht gelernt erledigung auf ­jeden Fall benötigt, wurden aber ­während der Aus­bildung nicht vermittelt?
  Nicht benötigt Benötigt

Fall 1: "Gelernt und benötigt": Je größer der Anteil, desto zielorientierter wird ausgebildet. Es gilt, diese Punkte unbedingt beizubehalten, aber dennoch regelmäßig zu reflektieren, ob sich eventuell Veränderungen abzeichnen, die die Arbeitswelt beeinflussen könnten.

Fall 2: "Nicht gelernt, aber benötigt": Hier besteht möglicherweise Handlungsbedarf. Wenn die Erfahrungen der ehemaligen Auszubildenden repräsentativ sind, dann sollte reflektieren werden, wie die Auszubildenden noch besser auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden können. Es gilt herauszufinden, was die erfolgskritischen Aufgaben bzw. Fähigkeiten sind. Daraus sollten dann entsprechende Maßnahmen entwickelt werden, die dann in das Ausbildungskonzept integriert werden können.

Fall 3: "Gelernt, aber nicht benötigt": Hier kann hinterfragt werden, inwieweit gesetzlich vorgeschriebene Inhalte gemeint sind, die auch weiterhin in der Ausbildung einen Platz einnehmen sollten. Möglicherweise betrifft diese Einschätzung aber auch Maßnahmen, die "liebgewonnen" oder "ein Kind des Ausbilders" sind, eigentlich aber nicht zum Gelingen der Ausbildung nötig sind. Für diesen Fall gilt der Grundsatz, dass es der Kunde ist, der die Ausbildungsinhalte bestimmt. Kunde können die übernehmende Führungskraft, aber auch die Auszubildenden sein. Dabei sollten auch Inhalte aus dem Ausbildungsprogramm entfernt werden, wenn sie nicht zielführend sind. Eine enge Absprache mit anderen Fachabteilungen ist in diesem Zusammenhang notwendig.

Fall 4: "Nicht gelernt und nicht benötigt": Dies sollte nicht vorkommen. Wie sollte jemand über etwas urteilen, das er weder kennt noch bewerten kann?

Reflexionsgespräche sind nicht immer angenehm. Doch die Ausbildungszeit ist rar und begrenzt – und wenn Ausbildung als "berufliche Grundqualifizierung mit dem Ziel der optimalen Aufgabenerledigung im eigenen Unternehmen" verstanden wird, sollten alle Möglichkeiten zur Optimierung der Ausbildungsinhalte genutzt werden.

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