Neuer Schutz von Geschäftsg... / 2.1.4.2 Whistleblowing

Tritt ein Whistleblower ans Tageslicht, weil er rechtswidriges Handeln, berufliches oder sonstiges Fehlverhalten aufdecken will und geht dies denknotwendig nicht ohne einen Geheimnisverrat zu begehen, kann er ungestraft davonkommen. Geschützt wird aber nur, wer von hehren, uneigennützigen Motiven geleitet wird. Das oberste Ziel des Whistleblowers muss der Schutz des öffentlichen Interesses sein. Das Geschäftsgeheimnis darf somit nur zur Abwehr von tatsächlichen oder gutgläubig angenommenen Verletzungen oder Gefährdungen öffentlicher Interessen offengelegt werden. Die aufgedeckten regelwidrigen Verhalten, Fehlverhalten oder illegalen Tätigkeiten müssen einiges Ausmaß und Gewicht aufweisen, wenn deren Offenlegung dem allgemeinen öffentlichen Interesse dienen soll. Die Handlung muss zudem objektiv geeignet sein, das öffentliche Interesse zu schützen.

Erfasst werden

  • Verstöße gegen berufsständische Normen und
  • unethisches Verhalten, das nicht notwendigerweise einen Gesetzesverstoß darstellen muss, aber dennoch als Fehlverhalten angesehen wird.
 

Praxis-Beispiel

Unethisches Verhalten

Beispiele sind Auslandsaktivitäten eines Unternehmens, die in den betreffenden Ländern gang und gäbe und nicht rechtswidrig sind, wie beispielsweise Kinderarbeit oder gesundheits- oder umweltschädliche Produktionsbedingungen. Auch die systematische und unredliche Umgehung von Steuertatbeständen unterhalb der Strafbarkeitsgrenze wird häufig als unethisch angesehen.

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