Nachgelagerte Besteuerung / 2 Schrittweiser Übergang zur nachgelagerten Besteuerung

Leibrenten und andere Leistungen aus den gesetzlichen Rentenversicherungen, den landwirtschaftlichen Alterskassen, den berufsständischen Versorgungseinrichtungen und aus bestimmten Leibrentenversicherungen werden innerhalb des bis in das Jahr 2039 reichenden Übergangszeitraums in die vollständige nachgelagerte Besteuerung überführt.[1] Diese Regelung gilt sowohl für Leistungen von inländischen als auch von ausländischen Versorgungsträgern.

Rentenfreibetrag in der Übergangsphase

Der Umfang der Besteuerung der Leistungen in der Auszahlungsphase richtet sich danach, inwieweit die Beiträge

  • in der Ansparphase steuerfrei gestellt wurden[2] oder
  • durch Sonderausgabenabzug oder eine Altersvorsorgezulage gefördert wurden oder
  • durch steuerfreie Zuwendungen nach § 3 Nr. 56 EStG erworben wurden oder
  • durch die nach § 3 Nr. 55b Satz 1 EStG steuerfreien Leistungen aus einem im Versorgungsausgleich begründeten Anrecht erworben wurden.

Dies gilt auch für Leistungen aus einer ergänzenden Absicherung der verminderten Erwerbsfähigkeit oder Dienstunfähigkeit und einer zusätzlichen Absicherung der Hinterbliebenen. Dabei ist von einer einheitlichen Behandlung der Beitragskomponenten für Alter und Zusatzrisiken auszugehen.

Der steuerpflichtige Rentenanteil richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns. Der Rentenfreibetrag beträgt für sog. Bestandsrentner, deren Rente bereits vor 2005 begonnen hatte, 50 % der Jahresbruttorente. Es handelt sich um einen festen Eurobetrag, der für die gesamte Laufzeit gilt.

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