Mobbing: Die richtige Gegen... / 7.1 Wer mobbt?

Auch hier gilt, dass grundsätzlich jeder Mitarbeiter und jeder Vorgesetzte zum Mobber oder zum Bündnispartner von Mobbern werden kann. Übertriebene Ängstlichkeit und Misstrauen gegenüber allen Mitarbeitern ist allerdings auch nicht die Lösung – denn darunter leidet das Betriebsklima. Ein gesundes Maß an Wachsamkeit ist aber schon sinnvoll und der beste Weg! Übertriebene Ängstlichkeiten sind nicht so sehr hilfreich. Das richtige Maß zu finden ist eine Kunst oder ergibt sich aus der Lebenserfahrung.

Mitarbeiter und Vorgesetzte, die eine potenzielle Bedrohung darstellen, können sein:

  • die sich durch bessere Ideen und Leistungen anderer Mitarbeiter "an die Wand gedrückt" oder persönlich angegriffen fühlen.
  • denen andere Mitarbeiter bzgl. ihrer beruflichen Interessen "im Wege stehen".
  • die unter erheblichem beruflichen Stress stehen.
  • die von ihrer Persönlichkeitsstruktur her persönliche Freude daran empfinden, andere zu verletzen und Gerüchte in die Welt zu setzen.
  • die die informellen Sprecher von Mitarbeitergruppen sind.

In vielen Fällen agieren Mobber nicht alleine, sondern werden von anderen Mitarbeitern unterstützt. Daher sollte auf die Mitspieler und Bündnispartner der Mobber geachtet werden. Welche weiteren Mitarbeiter beteiligen sich – manchmal auch "nur" durch Dulden oder durch die Weitergabe von Informationen? Bei bestimmten Mitarbeitern empfiehlt es sich, ihre Worte "auf die Goldwaage" zu legen und zu protokollieren.

Wer von untergebenen Mitarbeitern und einem Vorgesetzten gleichzeitig gemobbt wird, steht unter besonderem Druck und muss besonders achtgeben. Gerade Mitarbeiter in mittleren Führungsebenen sind vom Mobbing von unten und von oben in gleicher Weise oft besonders heftig betroffen.

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