Mobbing / 4.3 Folgen für Betroffene

Fast 90 % der Mobbingopfer klagen während des Mobbingprozesses und danach über psychische und physische Probleme. Zu den typischen Symptomen, die z. T. auch von Außenstehenden wahrgenommen werden können, zählen:

  • Schlafstörungen,
  • Kopfschmerzen und
  • Niedergeschlagenheit.

Durch den Verlust des Selbstwertgefühls verändert sich die Person immer mehr. Stellt man bei Mitarbeitern oder Kollegen Veränderungen fest, sollte man dies zum Anlass für ein Gespräch nehmen. Je länger gemobbt wird, desto höher ist das Risiko, chronisch krank zu werden, etwa

  • im Magen-/Darmbereich,
  • im Herz-/Kreislaufsystem oder
  • durch Depressionen.

Angehörige und Freunde können bei Mobbing nur bedingt helfen. Oft ist es ratsam, wenn sie selbst kompetente Unterstützung heranziehen.

30 % der Personen, die gemobbt werden, erkranken kurzfristig, weitere 30 % sind länger, teilweise über ein Jahr, krankgeschrieben.

Selbst nachdem der Mobbingprozess an sich beendet ist, sind die Betroffenen nachhaltig belastet, sodass

  • 20 % von ihnen eine Kur antreten,
  • 15 % sich stationär behandeln lassen und
  • rund 30 % therapeutische Hilfe suchen.

Psychischer Stress und gesundheitliche Belastungen können letztlich dazu führen, dass die betroffene Person arbeitsunfähig erkrankt. Allerdings ist Mobbing und seine Folgen nicht als Berufskrankheit anerkannt.

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