Mitarbeitermotivation: Mehr... / 4.5 Was das für Vorgesetzte bedeutet

Um Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren, ist es wichtig, dass Vorgesetzte die Motivationsquellen ihrer Mitarbeiter kennen und die Personen richtig einschätzen können. Denn jeder Mensch tickt anders und muss daher anders motiviert und geführt werden.

Vorgesetzte sollten deshalb herausfinden:

  • welcher Typ Mensch der Mitarbeiter ist (z.B. eher zurückhaltend, Abenteurer, scheut Risiken, nimmt gerne Einfluss), denn die einzelnen Mitarbeiter lassen sich unterschiedlich stark durch die verschiedene Motivationsstrategien motivieren.
  • was ihre Mitarbeiter von innen heraus antreibt
  • welche Werte und Überzeugungen sie in sich tragen
  • welche Aufgaben sie gerne erledigen und gut können.

Dazu gehört es auch, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter gezielt für die Aufgabenbearbeitung einsetzen, damit Frustration am Arbeitsplatz vermieden wird. Ein Mitarbeiter, der durch die Arbeit selbst motiviert wird, benötigt andere Aufgaben und muss anders entwickelt und motiviert werden als jemand, der einen Beitrag zur Verwirklichung der Unternehmensziele leisten möchte. Dies könnte künftig einen wesentlichen Beitrag zur Personalplanung bei der Auswahl, Förderung und Entwicklung von Fach- und Führungskräften darstellen.

Überblick über die verschiedenen Motivationsmöglichkeiten für Vorgesetzte

Haben Sie herausgefunden, welche Motivationsfaktoren bei Ihren Mitarbeitern funktionieren könnten, gehen Sie wie folgt vor:

  • Geben Sie den Mitarbeitern Entscheidungsspielräume und Freiräume und vermeiden Sie zu starke Kontrolle und Bürokratie. Dadurch erhalten Sie mitdenkende und eigenverantwortliche Mitarbeiter.
  • Übertragen Sie den Mitarbeitern Aufgaben, die sie herausfordern, aber nicht über- oder unterfordern. Kann ein Mitarbeiter herausfordernde Aufgaben gut bewältigen, wirkt sich dies positiv auf sein Selbstwertgefühl aus. Dies kann eine sehr positive intrinsische Motivation bewirken.

    Dies erreichen Sie, wenn Sie mit Ihren Mitarbeitern Ziele festlegen und diese kontrollieren und die Mitarbeiter ggf. bei der Zielerreichung unterstützen. Aber überlassen Sie den Mitarbeitern den Weg zum Ziel.

     
    Achtung

    Stufenweise Delegation

    Schätzen Sie ein, welche Erfahrungen, Fähigkeiten und welcher Wissensstand Ihr Mitarbeiter mitbringt. Je nach Kenntnissen müssen Sie mehr oder weniger Vorgaben machen oder Hilfestellung bei der Erledigung der Aufgaben anbieten. Denn eine Über- oder Unterforderung des Mitarbeiters bewirkt ebenfalls Demotivation.

     
    Wichtig

    Lernen Sie loszulassen!

    In Zeiten von agilen Teams, Projekt- und Netzwerkorganisation steigt i.d.R. der Autonomie- und selbststeuernde Reifegrad der Mitarbeiter, der Manager muss sich in Sachen Weisung und Kontrolle zurücknehmen. Klappt dies Zusammenspiel, und ist die Zusammenarbeit von Vertrauen und Wertschätzung getragen, erhöht sich die intrinsische Motivation aller Beteiligten i.d.R. automatisch.

  • Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern die Unternehmensleitsätze und -visionen, damit sich Ihre Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen identifizieren können und wissen, warum es sich lohnt, für Sie zu arbeiten.

     
    Wichtig

    Unternehmensziele und Visionen erläutern

    Ganz wichtig ist es, dass Sie Ihren Mitarbeitern erläutern, warum sie ein Ziel erreichen sollen. Dabei genügt es nicht, wenn Sie ein quantitatives Umsatzziel plus x % vorgeben. Vermitteln Sie statt dessen glaubhaft und authentisch Ihren Unternehmenszweck und vor allem die Vision, die hinter allem steht, dann erhalten Sie motivierte Mitarbeiter, die mit Ihnen gemeinsam an einem Strang ziehen. Denn haben die Mitarbeiter das Gefühl, an "etwas Wesentlichem" mitzuarbeiten, werden sie sich viel motivierter einbringen.

  • Erkennen Sie die Arbeitsleistungen Ihrer Mitarbeiter an, dies ist ein wesentlicher Faktor bei der Mitarbeitermotivation.
  • Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung und in ihrem Bestreben sich zu verbessern. Fördern Sie deren Aufstiegs- bzw. Entwicklungswillen.
  • Treffen Sie klare Vereinbarungen und halten Sie Zusagen ein.
  • Haben Sie Vertrauen in die grundsätzliche Leistungsbereitschaft Ihrer Mitarbeiter.
  • Überlassen Sie den Mitarbeitern - bei entsprechenden Fähigkeiten - möglichst ganzheitliche Aufgaben, von der Planung, Recherche bis hin zur Durchführung, denn meist stiften die Aufgaben, die als Einheit von Anfang bis Ende bearbeitet werden, die meiste Zufriedenheit.
  • Geben Sie den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Interaktion mit anderen. Die meisten Menschen arbeiten gerne im Team und tauschen sich mit Kollegen aus. Sie möchten wahrgenommen werden und begrüßen die konstruktive Zusammenarbeit mit Kollegen.

Im folgenden Kapitel sind die verschiedenen Möglichkeiten zur Mitarbeitermotivation ausführlich dargestellt. Beachten Sie bei der Auswahl der jeweiligen Faktoren, wofür Sie sie einsetzen möchten.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge