Minijob: Geringfügig entloh... / 2.1 Arbeitsentgeltgrenze von max. 450 EUR

Das an geringfügig Beschäftigte gezahlte Arbeitsentgelt kann mit dem Steuersatz von 2 % pauschal besteuert werden, wenn

  • das Arbeitsentgelt regelmäßig 450 EUR monatlich nicht übersteigt und
  • der Arbeitgeber im jeweiligen Lohnzahlungszeitraum den pauschalen Beitrag zur Rentenversicherung oder ggf. an berufsständische Versorgungswerke zu entrichten hat.

Der pauschale Beitragssatz zur Rentenversicherung beträgt 5 %, wenn der Arbeitnehmer in einem Privathaushalt beschäftigt ist bzw. 15 % bei anderen Beschäftigungen (Gewerbebetrieb, Selbstständiger etc.).

Überschreiten der 450-EUR-Monatsgrenze

Die steuerrechtliche Würdigung des Bestehens einer geringfügigen Beschäftigung richtet sich nach der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung. Entscheidendes Kriterium für die Einstufung als Minijob ist das für den Jahreszeitraum zu erwartende bzw. vom Arbeitgeber prognostizierte Entgelt des Minijobbers. Damit ist insbesondere ein planmäßiges Überschreiten der 450-EUR-Grenze auch aus steuerlicher Sicht unschädlich, wenn die Jahresgrenze von 5.400 EUR eingehalten ist.

Überschreiten der 5.400-EUR-Jahresgrenze

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Status als Minijobber sogar erhalten bleiben, obwohl die jährliche Entgeltgrenze von 5.400 EUR überschritten wird. Ein gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze, z.  B. aufgrund unvorhersehbarer Überstunden, ist für die Pauschalbesteuerung mit 2 % oder 20 % unschädlich. Bei der Definition von "gelegentlich" wird auf die Auslegung der Sozialversicherung zurückgegriffen: Als gelegentlich ist ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Ein unvorhersehbares Überschreiten der Minijobgrenze liegt vor, wenn dem Arbeitgeber das Ereignis, das zum Überschreiten führt, zu Beginn des Prognosezeitraums nicht bekannt war bzw. nicht bekannt sein konnte.

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