Meldeverfahren bei Unterbre... / 2 Unterbrechung wegen Elternzeit

Die Inanspruchnahme von Elternzeit im Anschluss an den Bezug von Mutterschaftsgeld begründet für den Arbeitgeber grundsätzlich keine zusätzlichen Meldepflichten. Die durch den Bezug von Mutterschaftsgeld eingetretene Unterbrechung der Beschäftigung wirkt fort.

 
Praxis-Beispiel

Unterbrechung der Beschäftigung wegen Mutterschaft

Eine Arbeitnehmerin entbindet am 23.4.2020. Vom 8.3.2020 bis 19.6.2020 bezieht sie Mutterschaftsgeld. Sie nimmt insgesamt 12 Monate Elternzeit in Anspruch.

Es ist folgende Meldung zu erstellen:

  • Unterbrechungsmeldung
    Beschäftigt gegen Entgelt: 1.1.2020 bis 7.3.2020, Abgabegrund "51".

Während der Elternzeit ist eine Beschäftigung von bis zu 30 Stunden wöchentlich zulässig. Wird eine solche Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber ausgeübt, muss nach vorangegangener Unterbrechungsmeldung keine Anmeldung erstattet werden. Allerdings hat der Arbeitgeber eine Jahresmeldung einzureichen, wenn die Teilzeitbeschäftigung über den Jahreswechsel hinaus ausgeübt wird.

Sofern während der Elternzeit eine nur geringfügig entlohnte Beschäftigung beim bisherigen Arbeitgeber ausgeübt wird, muss die ursprüngliche Mitgliedschaft allerdings beendet und eine Anmeldung der geringfügig entlohnten Beschäftigung bei der Minijob-Zentrale vorgenommen werden.

Nimmt der Vater des Kindes Elternzeit in Anspruch, muss eine Unterbrechungsmeldung mit dem Beschäftigungszeitraum während des Kalenderjahres bis zum Eintritt des Unterbrechungstatbestandes (letzter Tag der Entgeltzahlung vor Beginn der Elternzeit) mit dem Abgabegrund 52 erstattet werden.

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