Mehrfachbeschäftigung / 6 Urlaub

Der Arbeitnehmer erwirbt gegen jeden Arbeitgeber einen entsprechenden gesonderten Urlaubsanspruch. § 6 Abs. 1 BUrlG (kein Urlaubsanspruch bei schon zuvor gewährtem Anspruch bei einem anderen Arbeitgeber) ist auf die Mehrfachbeschäftigung nicht anwendbar.

Jedoch entsteht bei Urlaubsgewährung in einem nach einer Kündigung eingegangenen weiteren Arbeitsverhältnis kein zusätzlicher Urlaubsanspruch im gekündigten Arbeitsverhältnis, wenn sich später die Unwirksamkeit der Kündigung herausstellt. Der Urlaubszweck wird u. U. nicht erreicht, wenn nicht beide Arbeitgeber gleichzeitig Urlaub gewähren. Trotz der dadurch entstehenden Schwierigkeiten besteht ein Urlaubsanspruch gegen beide Arbeitgeber. Es liegt in diesem Ausnahmefall kein Verstoß gegen das Verbot der Erwerbstätigkeit während des Urlaubs vor. Im Übrigen entfallen bei Verstoß gegen § 8 BUrlG weder Urlaubs- noch Entgeltanspruch.

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