Mehrfachbeschäftigung / 1.2 Ausschließlich Minijobs

Werden ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigungen ausgeübt, sind die Arbeitsentgelte zu addieren. Ergibt die Zusammenrechnung einen höheren Betrag als 450 EUR monatlich, unterliegen alle für sich betrachtet geringfügig entlohnten Beschäftigungen der Versicherungspflicht zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.

 

Praxis-Beispiel

Mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen

Eine Raumpflegerin arbeitet bei Arbeitgeber A für ein monatliches Arbeitsentgelt von 300 EUR. Gleichzeitig arbeitet sie bei Arbeitgeber B für ein monatliches Arbeitsentgelt von 200 EUR.

Ergebnis: Beide Beschäftigungen sind zwar für sich betrachtet geringfügig entlohnt, jedoch ergibt die Zusammenrechnung ein Arbeitsentgelt von monatlich 500 EUR. Da der Grenzwert von 450 EUR überschritten wird, sind beide Beschäftigungen sozialversicherungspflichtig.

Überschreitet das monatliche Entgelt aus allen Beschäftigungen 450 EUR nicht, besteht in allen geringfügig entlohnten Beschäftigungen Versicherungsfreiheit zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Der jeweilige Arbeitgeber zahlt den Pauschalbeitrag in Höhe von 13 % zur Krankenversicherung, sofern es sich um einen gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmer handelt. In der Rentenversicherung besteht generell Versicherungspflicht – mit der Option, sich davon befreien zu lassen. Die Befreiungsmöglichkeit besteht nur einheitlich für alle geringfügigen Beschäftigungen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge