Mediationsprozess: Vorteile... / 5.1.2 Fraktionierung

Nachdem in den Gruppensitzungen mit allen Beteiligten ein Thema zur Bearbeitung ausgewählt wurde, ist es sowohl für die Teilnehmer, als auch für den Mediator wichtig, die unterschiedlichen "Fraktionen" transparent zu machen. Da sich zu den verschiedenen Themen durchaus unterschiedliche Interessengruppen bilden können, ist eine Fraktionierung für jedes Thema erforderlich. Dabei bieten sich unterschiedliche Formen der Fraktionierung an, die alle das Ziel haben, die Sichtweisen / Parteien zu konzentrieren und damit den Konflikt handhabbar zu machen.

Abb. 5: Techniken zur Fraktionierung: Positionsbarometer / Walking Scale

Auf dem Boden werden auf einer Linie die Prozentwerte 0 % bis 100 % ausgelegt und die Teilnehmer werden gebeten den Grad ihrer Zustimmung oder Ablehnung zu einem Thema durch Einnehmen der entsprechenden Position darzustellen.

Abb. 6: Techniken zur Fraktionierung: Vier Ecken Positionierung

Zu einem Thema werden im Raum an den Ecken Zettel mit bestimmten kontroversen Meinungen ausgelegt und die Teilnehmer werden aufgefordert, sich in die Ecke zu begeben, die ihrer Anschauung am besten entspricht.

Abb. 7: Techniken zur Fraktionierung: Punktabfrage

Auf einem Plakat wird ein Thema oder eine These präsentiert und die Teilnehmer können mittels eines Klebepunktes ihre Position deutlich machen.

Im weiteren Verlauf kann in diesen Gruppen an der Klärung der Interessen oder an möglichen Lösungsoptionen gearbeitet werden. Im Plenum können die jeweiligen Sprecher der Gruppen deren Ergebnisse darstellen und diese vertreten.

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