Lohnsteuerrechtliche Folgen... / 3.4 Grenzgänger in Corona-Zeiten

Es sind Besonderheiten zu beachten, die aufgrund der Komplexität nicht im Einzelnen dargestellt werden können.[1]

DBA-Frankreich

Z. B.: Arbeitstage, für die Arbeitslohn bezogen wird und an denen die unselbstständige Arbeit nur aufgrund staatlicher Gesundheitsverordnungen oder -empfehlungen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie im Homeoffice ausgeübt wurde (sog. Homeoffice-Tage), können als in dem Vertragsstaat verbrachte Arbeitstage gelten, in dem die grenzüberschreitend tätigen Arbeitnehmer die unselbstständige Arbeit ohne diese Verordnungen oder Empfehlungen ausgeübt hätten. Da durch COVID-19 bedingte Homeoffice-Tage als im anderen Staat ausgeübt gelten, ist es nicht entscheidend, ob die Tätigkeit tatsächlich im anderen Staat ausgeübt oder dorthin fingiert wird. Für die Aufteilung des Arbeitslohns nach Art. 13 Abs. 1 DBA-Frankreich kommt es darauf an, wie viele Arbeitstage der Arbeitnehmer tatsächlich und fiktiv im anderen Staat verbracht hat.[2]

DBA-Österreich

Im Hinblick auf die steuerliche Behandlung des Arbeitslohns von Arbeitnehmern sowie von im öffentlichen Dienst Beschäftigten im Homeoffice wurde mit der Republik Österreich am 27.10.2020 eine Konsultationsvereinbarung aufgrund der COVID-19-Pandemie geschlossen.[3]

[1]

S. Grenzgänger.

[2] OFD Karlsruhe, Verfügung v. 14.10.2020, S 130.1/1646-St 224; Konsulationsvereinbarung nach Art. 25 Abs. 3 DBA-Frankreich v. 13.5.2020, BMF, Schreiben v. 25.5.2020, IV B 3 – S 1301 – FRA/19/10018 :007, BStBl 2020 I S. 535, zuletzt verlängert mit BMF, Schreiben v. 16.3.2021, IV B 3 – S 1301-FRA/19/10018 :007.

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