Lohnsteuer-Anmeldung 2018, Schleswig-Holstein

Kurzbeschreibung

Arbeitgeber sind verpflichtet, monatlich, vierteljährlich oder jährlich die von Ihnen abzuführende Lohnsteuer beim Finanzamt anzumelden. Die Lohnsteuer-Anmeldungen sind auf elektronischem Weg nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz zu übermitteln. Für die authentifizierte Übermittlung der Anmeldungen wird ein Zertifikat benötigt. Weitere Informationen für die erstmalige Teilnahme am elektronischen Verfahren finden Sie unter www.elsteronline.de.

Wichtige Hinweise

Der Arbeitgeber muss für jede lohnsteuerliche Betriebsstätte beim Betriebsstättenfinanzamt sowohl die von ihm einbehaltene als auch die zu seinen Lasten pauschal erhobene Lohnsteuer anmelden. Die Lohnsteuer-Anmeldung muss spätestens am 10. Tag nach Ablauf des Lohnsteuer-Anmeldezeitraums abgegeben werden.

Eine Neuerung gibt es ab 2018 bei den einzutragenden Werten in der Lohnsteuer-Anmeldung. Grund ist die Einführung eines neuen steuerlichen Förderbetrags für arbeitgeberfinanzierte Betriebsrenten - speziell für Geringverdiener (sogenannter bAV-Förderbetrag), eingeführt durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz. Arbeitgeber erhalten für gering verdienende Arbeitnehmer, die maximal 2.200 Euro monatlich verdienen, eine steuerliche Förderung von 30 % des zusätzlichen Arbeitgeberbeitrags. Gefördert werden Arbeitgeberbeiträge von mindestens 240 EUR bis höchstens 480 EUR pro Kalenderjahr. Der Zuschuss beträgt jährlich also mindestens 72 EUR und höchstens 144 EUR.

Arbeitgeber dürfen vom Gesamtbetrag der einzubehaltenden Lohnsteuer für jeden Arbeitnehmer mit einem ersten Dienstverhältnis diesen Teilbetrag des Arbeitgeberbeitrags zur kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung entnehmen und gesondert absetzen. Dieser Betrag ist in Zeile 23 einzutragen. Zusätzlich ist die Zahl der Arbeitnehmer mit bAV-Förderbetrag in Zeile 16 einzutragen.

Im Fall einer Rückzahlung der bAV-Beiträge, ist auch der auf den Rückzahlungsbetrag entfallende bAV-Förderbetrag zurückzuzahlen. Ist der zurückzuzahlende bAV-Förderbetrag höher als der im Lohnzahlungszeitraum der Rückzahlung von der Lohnsteuer abzusetzende bAV-Förderbetrag, ist der negative "bAV-Förderbetrag" durch ein vorangestelltes Minuszeichen zu kennzeichnen.

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