Lohnabrechnung im Baugewerbe / 5.1 Ausbildungsvergütung

Die Höhe der monatlichen Ausbildungsvergütung ist in den Lohn- und Gehaltstarifverträgen für das Baugewerbe festgelegt. Für jede vom Auszubildenden schuldhaft versäumte Beschäftigungsstunde wird die Ausbildungsvergütung um 1/173 gekürzt. Für Zeiten der Ausbildung in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte erfolgt keine Kürzung der Ausbildungsvergütung.[1]

Bei einer Verlängerung der vertraglich vereinbarten Ausbildungszeit ist für deren Dauer die Ausbildungsvergütung des letzten Ausbildungsjahres weiterzuzahlen.[2]

Hat der Auszubildende eine berufsbildende Schule oder eine andere Ausbildungsstätte besucht oder bereits eine Berufsausbildung absolviert, so können diese Zeiten teilweise angerechnet und damit die Ausbildung verkürzt werden.[3]

Soweit Auszubildende Überstunden leisten bzw. bei Auszubildenden über 18 Jahren die Ausbildung zu Nachtzeiten oder an Sonn- und Feiertagen erfolgt, haben sie Anspruch auf 1/173 der monatlichen Ausbildungsvergütung zuzüglich der für derartige Zeiten festgelegten Zuschläge gemäß BRTV oder RTV Angestellte.[4]

Der 24. und 31.12. sind ausbildungsfrei.[5]

Soweit gewerblich Auszubildende Arbeiten ausführen, die in § 6 BRTV genannt werden, haben sie Anspruch auf die dort festgelegten Erschwerniszuschläge.[6]

Für die Fahrt von der Wohnung zur überbetrieblichen Ausbildungsstätte sind dem Auszubildenden die ihm entstandenen Kosten zu erstatten, höchstens jedoch der Betrag für das günstigste öffentliche Verkehrsmittel.[7] (). Für die Dauer der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten finden § 7 BRTV und § 7 RTV Angestellte keine Anwendung.[8]

[1] § 2 Abs. 1–3 BBTV.
[2] § 3 BBTV.
[3] § 4 BBTV.
[4] § 5 BBTV.
[5] § 6 BBTV.
[6] § 7 BBTV.
[7] § 8 BBTV.
[8] § 9 BBTV.

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