Während Zeitkonten für die Jahresarbeitszeit bereits einen hohen Verbreitungsgrad gefunden haben, sind Lang-Zeitkonten erst langsam auf dem Vormarsch, da die Unternehmen sich nicht nur mit dem komplexen Sachverhalt auseinandersetzten müssen, sondern erfahrungsgemäß zuerst ihr Arbeitszeitmanagement optimieren müssen, um das Zeitwertkonto einzuführen. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der Thematik der Work-Life-Balance aber werden sie zu einem für die Zukunft notwendigen Instrument, Beschäftigte zu motivieren, an das Unternehmen zu binden oder auch Arbeitszeiten "knapper" Mitarbeiter phasenweise auszuweiten bzw. damit die Belegschaft zu verjüngen.

Überblick

 
Nutzen Wichtigste Aspekte
  • Bessere Anpassung der Beschäftigten an verschiedene Lebensphasen
  • Ansparen von Sabbaticals oder gleitende Übergänge in den Ruhestand werden ermöglicht
  • Vermeidung von (motivationsminderndem) Personalabbau aufgrund der Inanspruchnahme von Sabbaticals, gleitendem Ruhestand
  • Human Ressourcen bleiben erhalten, evtl. ist Wiederaufstockung des Stundenvolumens bei Besserung der Auftragslage möglich
  • Optimierung der Auslastung: Ausgleich von Stoßzeiten und Vermeidung von Überstunden
  • Optimale Auslastung der Personalkosten und Personalkapazität
  • Erhöhung von Produktivität und Motivation der Mitarbeiter
  • Reduktion von Fehlzeiten, Fluktuation und damit verbundenen Personalsuchanzeigen
  • Anpassung an die individuelle Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters möglich
  • Verbesserung des Personalmarketings und Firmenimages, Wettbewerbsvorteil
  • Aufgrund der Komplexität der Lang-Zeitkonten: Gegenüberstellung der Pro und Contra als Entscheidungsgrundlage für die Einführung
  • Beachtung Insolvenzschutz, Sicherheit, Administration, Verzinsung, Übertragbarkeit des Zeitsaldos bei Stellenwechsel oder Tod des/der Beschäftigten ("Flexi II").
  • Erfahrungsgemäß ist eine Trennung des Gleitzeitkontos vom Langzeitkonto sinnvoll (Versuchung zum "Stunden-Hamstern")
  • Voraussetzung für das Funktionieren von Langzeitkonten: Aktives Arbeitszeitmanagement: Planung und Steuerung
  • Aufstellen von Regeln zur Entnahme z.B. rechtzeitiges Ankündigen einer dreimonatigen Auszeit
  • Information über den Kontostand der Beschäftigten
  • Grenze zwischen flexibler Normalarbeitszeit und Mehrarbeit beachten

Arbeitshilfe zur Umsetzung

Checkliste für die Umsetzung auf Langzeit-Konten

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