Das Soll-Entgelt ist nach den Festlegungen der Spitzenorganisationen der Sozialversicherungsträger für die Ermittlung des Ausfallentgelts nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze zu berücksichtigen. Übersteigt das so ermittelte gesamte beitragspflichtige Entgelt (tatsächlich gezahltes Entgelt zzgl. 80 % des Ausfallentgelts) die Beitragsbemessungsgrenze, sind die Beiträge zuerst aus dem tatsächlichen Entgelt (Istentgelt) bis zur Beitragsbemessungsgrenze zu ermitteln. Verbleibt dann noch Raum bis zur Beitragsbemessungsgrenze, so sind die Beiträge aus dem verbleibenden Differenzbetrag zwischen Beitragsbemessungsgrenze und Istentgelt zu ermitteln.

 
Praxis-Beispiel

Fortsetzung zur Ermittlung des fiktiven Entgelts

 
    KV/PV RV
Sollentgelt (begrenzt auf Beitragsbemessungsgrenze) 7.050 EUR    
Istentgelt 3.420 EUR    
Ausfallentgelt 3.630 EUR    
80 % des Ausfallentgelts (Fiktiventgelt) 2.904 EUR    
Beitragsbemessungsgrenze 2022   4.837,50 EUR 7.050 EUR
Beitragsberechnung aus Istentgelt   3.420 EUR 3.420 EUR
Beitragsberechnung aus dem Fiktiventgelt
(KV/PV: 4.837,50 – 3.420 = 1.417,50 < 2.904 EUR)
(RV: 7.050 – 3.420 = 3.630 > 2.904)
  1.417,50 EUR 2.904 EUR

Ergebnis: Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind aus 4.837,50 EUR (3.420 + 1.417,50) und zur Rentenversicherung aus 6.324 EUR (3.420 + 2.904) zu berechnen.

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