Kündigungsschutz / 2.2 Wartezeit

Weitere Voraussetzung für das Eintreten des Kündigungsschutzes ist ein mehr als 6-monatiger Bestand des Arbeitsverhältnisses zum Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung.

Abgehoben wird hierbei auf den rechtlichen Bestand des Arbeitsverhältnisses, nicht darauf, ob der Arbeitnehmer während dieses Zeitraums auch tatsächlich gearbeitet hat. Somit genießt auch ein Arbeitnehmer Kündigungsschutz, der zunächst 3 Monate gearbeitet hat und anschließend 3 Monate arbeitsunfähig krank war. Die Beschäftigungszeit darf allerdings nicht durch einen vertragsfreien Zeitraum unterbrochen werden.[1]

Für die Frage des Ablaufs der 6-Monatsfrist kommt es nicht auf die vom Arbeitgeber einzuhaltende Kündigungsfrist oder auf den Zeitpunkt des Absendens der Kündigung an, sondern allein auf deren Zugang. Der Arbeitgeber kann somit noch am letzten Tag der 6-Monatsfrist dem Arbeitnehmer die Kündigung zustellen lassen, auch wenn die zu beachtende Kündigungsfrist erst 6 Wochen oder später endet. In diesem Fall kann sich der Arbeitnehmer nicht auf das Kündigungsschutzgesetz berufen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge