Krankenkassenwahl / 7 Ausübung des Kassenwahlrechts durch den Arbeitgeber

Wird das Wahlrecht vom Versicherten nicht ausgeübt oder eine Mitgliedsbescheinigung nicht rechtzeitig vorgelegt, muss der Arbeitgeber sich um die Festlegung einer Krankenkasse kümmern.[1]

Dazu muss er ermitteln, bei welcher Kasse der Arbeitnehmer zuletzt versichert war und ihn dort anmelden. Als letzte Krankenkasse gilt grundsätzlich die Krankenkasse, bei der zuletzt eine Mitgliedschaft bestand.

Bestand zeitlich zuletzt eine Familienversicherung bei einer Krankenkasse, gilt diese als letzte Krankenkasse, wenn

  • innerhalb der letzten 18 Monate keine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bestanden hat oder
  • innerhalb der letzten 18 Monate zwar eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bestanden hat, aber die Bindungsfrist zu der Krankenkasse, die die Mitgliedschaft durchführte, bereits erfüllt ist.

In der seltenen Situation, dass der Arbeitnehmer bisher noch bei keiner Krankenkasse versichert gewesen ist, wählt der Arbeitgeber die Krankenkasse aus den wählbaren Kassen aus. Die Wahl der Krankenkasse trifft dann der Arbeitgeber anstelle des Arbeitnehmers. Der Arbeitgeber muss seinen Arbeitnehmer über die gewählte Krankenkasse informieren.

Der Arbeitgeber muss auch bei einer Kassenschließung für den Arbeitnehmer tätig werden, wenn dieser sein Wahlrecht nicht rechtzeitig ausgeübt hat.[2]

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