Korrespondenz mit Bewerbern... / 7 Schreiben zur Probezeit

Die Probezeit dauert in der Regel (je nach Tätigkeit) sechs Monate.

 
Praxis-Tipp

Probezeitverlängerung ist demotivierend

Es ist motivierender, eine länger vereinbarte Probezeit abzukürzen, als eine kürzere Probezeit wegen noch nicht erreichter oder abschätzbarer Qualifikation zu verlängern.

Während der Probezeit versucht der Arbeitgeber herauszufinden, ob der neue Mitarbeiter fachlich und menschlich seinen Aufgaben gewachsen ist. Ist der Arbeitgeber mit dem neuen Mitarbeiter und seinen Leistungen zufrieden, kann er die Probezeit abkürzen oder den Mitarbeiter mit Ablauf der Probezeit automatisch übernehmen. Dies kann durch Stillschweigen oder durch mündliche Information geschehen. Viele Arbeitgeber teilen die Übernahme jedoch schriftlich mit.

 
Praxis-Tipp

Ablauf der Probezeit zur Motivation nutzen

Nutzen Sie eine erfolgreich beendete Probezeit – insbesondere, wenn sie vorzeitig zu Ende gehen soll – als willkommene Gelegenheit zur Motivation der Mitarbeiter. Manche Mitarbeiter warten mit einer gewissen Unsicherheit auf das Ergebnis ihrer Probezeit. Sie sind deshalb dankbar über jedes positive Signal oder Feedback. So kann der Vorgesetzte das positive Ende der Probezeit dem Mitarbeiter mit einem Lob und Glückwunsch mitteilen. Wenn er zugleich eine schriftliche Bestätigung des Unternehmens mit ausdrücklichem Lob, mit Anerkennung und einem Glückwunsch überreichen kann, wirkt diese doppelte Bestätigung besonders motivierend.

7.1 Verlängerung der Probezeit

Nicht immer schafft es ein Mitarbeiter, sich während der vorgesehenen Probezeit hinreichend einzuarbeiten, und nicht immer kann der Vorgesetzte während dieser Zeit eindeutig erkennen, ob sich der Mitarbeiter für die vorgesehene Tätigkeit eignet. Hierfür kann es verschiedene Gründe geben:

  • Die Schwierigkeit oder die Vielfalt der Aufgaben erfordern eine längere Einarbeitungszeit als ursprünglich veranschlagt.
  • Der Mitarbeiter ist nicht so qualifiziert, wie man bei der Auswahl angenommen hatte. Der Vorgesetzte glaubt oder hofft jedoch, dass er bei einer längeren Einarbeitung und mit größerer Unterstützung doch noch das Ziel erreichen wird.
  • Der Mitarbeiter brachte trotz ausreichender Qualifikation noch nicht die erwarteten Leistungen, der Vorgesetzte rechnet aber mit einer Steigerung und will dem Mitarbeiter noch eine Chance geben.
  • Der Mitarbeiter hat wegen Krankheit oder aus anderen Gründen längere Zeit gefehlt. Die verbliebene Zeit reichte für eine gründliche Einarbeitung und für eine gesicherte Beurteilung nicht aus.
  • Das Unternehmen hat Versäumnisse bei der Einarbeitung zu vertreten.
 
Praxis-Tipp

Probezeitverlängerung unterschreiben lassen

Da die Verlängerung der Probezeit eine Vertragsänderung bedeutet, teilen Sie dem Mitarbeiter den Änderungsvorschlag schriftlich mit Begründung mit und lassen sich dessen Zustimmung durch seine Unterschrift bestätigen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge