Korrespondenz mit Bewerbern... / 4 Absageschreiben an Bewerber

Weil nur ein Bewerber die Stelle bekommen kann, müssen die Unternehmen den anderen Interessenten absagen. Absageschreiben sind der unangenehmste Teil der Korrespondenz mit den Bewerbern. Dies gilt besonders dann, wenn die Vorstellungsgespräche für beide Seiten positiv verlaufen sind und der Bewerber sich berechtigte Hoffnungen machen konnte, die Stelle zu bekommen (z. B. nach einem zweiten Vorstellungsgespräch). Absagen sollten behutsam und freundlich formuliert werden und müssen dem AGG stand halten können. Deshalb wählen die meisten Unternehmen Formulierungen, von denen sie hoffen, dass sie den Bewerber nicht verletzen oder zusätzlich enttäuschen.

Absageschreiben können folgende Inhalte umfassen:

  • einen Dank für die Bewerbung und das gezeigte Interesse,
  • einen Hinweis auf die Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen,
  • falls ein Vorstellungsgespräch stattgefunden hat, einige allgemeine Aussagen zum Gespräch (Klima, Atmosphäre, Informationsgehalt),
  • gute Wünsche für die weiteren Bewerbungen und für den beruflichen Werdegang,
  • (manchmal) einen Hinweis, dass man sich über eine spätere Bewerbung auf ein anderes Stellenangebot durchaus freuen würde,
  • einen Hinweis auf die beigefügten bzw. gelöschten Bewerbungsunterlagen.
 
Wichtig

AGG beachten

Aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sollte die Devise bei der Formulierung von Absageschreiben im Zweifel "Weniger ist mehr" lauten. Auch wenn Unternehmen den Bewerbern das Leben erschweren (wie kann man ohne konstruktives Feedback besser werden?), sollte mit schriftlichen aber auch mündlichen Begründungen bei der Absage von Bewerbern sehr sorgsam umgegangen werden.

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